21. November 2017

Württembergische Diakonie unterstützt Hebammen-Protest

Quelle: idea.de

Warnung: Außerklinische Schwangeren-Betreuung ist gefährdet. Foto: Pixelio/Hartmut910

Warnung: Außerklinische Schwangeren-Betreuung ist gefährdet. Foto: Pixelio/Hartmut910

Stuttgart (idea) – Der bundesweite Protest von mehr als 1.000 Hebammen für bessere Arbeitsbedingungen wird von der württembergischen Diakonie unterstützt. Am 5. Mai hatten Geburtshelferinnen in zahlreichen Städten für eine angemessene Entlohnung demonstriert.
 

Ein durchschnittlicher Stundenlohn von 7,54 Euro, niedrige Gebühren und drastisch gestiegene Versicherungsprämien führten dazu, dass immer mehr freiberufliche Hebammen aufhörten, hieß es. Dies gefährde eine flächendeckende Versorgung von Schwangeren, die außerhalb von Kliniken Kinder zur Welt bringen wollen, sowie eine familiengerechte Nachsorge, befürchtet die Diakonie. In ihren Beratungsstellen würden viele werdende Mütter und Eltern begleitet. Insbesondere die Beratungsstelle zu pränatalen Untersuchungen und Aufklärung (PUA) sei auf die Zusammenarbeit mit freiberuflichen Hebammen angewiesen. Sie betreue Eltern, die die Schwangerschaft natürlich erleben wollen und vorgeburtliche Untersuchungen ablehnen. Durch pränataldiagnostische Verfahren kann eine mögliche Behinderung des Ungeborenen festgestellt werden. Ärzte drängen dann häufig zu einer Abtreibung. Ohne freiberufliche Hebammen gebe es kaum Möglichkeiten für außerklinische Geburten, so die PUA-Leiterin Annegret Braun (Stuttgart).