18. November 2017

Weniger Gottesdienstbesucher in größter Freikirche

Quelle: idea.de

Der Leiter des Instituts für Mitarbeiter- und Gemeindeentwicklung der Freikirche und Statistikexperte, Oliver Pilnei. Foto: PR

Der Leiter des Instituts für Mitarbeiter- und Gemeindeentwicklung der Freikirche und Statistikexperte, Oliver Pilnei. Foto: PR

Elstal (idea) – Der Gottesdienstbesuch in der größten deutschen Freikirche, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), sinkt. Das geht aus einem Vergleich der Statistiken für die vergangenen beiden Jahre hervor.
 

An den vier Zählsonntagen 2009 besuchten durchschnittlich 70.331 Personen einen Gottesdienst, im Jahr davor waren es 71.840 Personen. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 Prozent. Damit ist der Gottesdienstbesuch stärker rückläufig als die Zahl der Mitglieder, die um 0,5 Prozent auf 83.285 schrumpfte. In den zur Freikirche gehörenden 127 Brüdergemeinden ging die Zahl der Gottesdienstbesucher im Vergleichszeitraum um zwei Prozent zurück. Dennoch kommen dort mehr Besucher, als die Gemeinden Mitglieder haben. Gründe für den Rückgang beim Gottesdienstbesuch weiß der Leiter des Instituts für Mitarbeiter- und Gemeindeentwicklung der Freikirche und Statistikexperte, Oliver Pilnei (Elstal bei Berlin), nicht zu benennen: „Da kann ich zurzeit nur spekulieren.“ Auf der Bundeskonferenz der Freikirche vor kurzem in Kassel hatte Pilnei mitgeteilt, dass 271 Gemeinden in den letzten zwölf Jahren gewachsen, aber 492 Gemeinden geschrumpft seien. Dennoch liegt der Gottesdienstbesuch in der größten deutschen Freikirche weiterhin deutlich höher als in den beiden großen Kirchen. In den Landeskirchen besuchen durchschnittlich 3,8 Prozent der Mitglieder einen Gottesdienst und in der römisch-katholischen Kirche etwa 16 Prozent. Im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden sind es 84,4 Prozent.