21. November 2017

Südafrika: Hohe Erwartungen an Fußballer

Quelle: idea.de

Religionsführer hoffen auf vorbildliches Verhalten bei der Weltmeisterschaft. Foto: FIFA

Religionsführer hoffen auf vorbildliches Verhalten bei der Weltmeisterschaft. Foto: FIFA

Kapstadt (idea) – Hohe Erwartungen an die südafrikanische Fußball-Nationalmannschaft hegen Religionsführer im Gastgeberland der Weltmeisterschaft. Sie hoffen, dass sich die Spieler als Vorbilder für die junge Generation präsenteren und dass das Turnier zu Frieden und Versöhnung in Südafrika und der ganzen Welt beiträgt.
 

In der Zeitung Sunday Times vom 25. April brachten christliche und jüdische Führungspersonen ihre Erwartungen an die Nationalmannschaft zum Ausdruck, die als eines von 32 Teams bei der Weltmeisterschaft vom 11. Juni bis 11. Juli in Südafrika antritt. Südafrika ist das erste afrikanische Land, das ein solches Turnier ausrichtet. Die Nationalelf „Bafana Bafana“ (Die Jungs) nimmt zum dritten Mal an einer Weltmeisterschaft teil; 1998 in Frankreich und 2002 in Japan/Südkorea kam das Team nicht über die Gruppenphase hinaus. Wie die ökumenische Nachrichtenagentur ENI berichtet, wünscht sich der katholische Kardinal Wilfrid Napier (Durban), dass das Verhalten und die Auftritte der Nationalspieler ein Vorbild für die junge Generation seien. Napier: „Gott segne Afrika, er beschütze alle Gäste beschützen und sorge dafür, dass das beste Team Weltmeister wird – und mögen das die Bafana Bafana sein.“ Der Leiter der pfingstkirchlichen Rhema-Bibelgemeinden, Ray McCauley, hofft, dass die Nationalelf allen Ländern zeigt, „was Liebe, Friede und Versöhnung in einer manchmal verwirrten Welt bedeuten“. Oberrabbiner Warren Goldstein hofft, dass die Weltmeisterschaft die Südafrikaner zur Entwicklung ihres Landes inspiriere. Es gelte, Wohlstand zu schaffen und Krankheit und Armut zu bekämpfen, Kriminalität und Arbeitslosigkeit zu besiegen und den Rassismus zu überwinden, um als ein „geeintes Volk vieler Farben“ zu leben.