18. November 2017

NRW-Wahl: Muslime treten mit eigener Partei an

Quelle: idea.de

BIG-Vorsitzender Haluk Yildiz. Foto: PR

BIG-Vorsitzender Haluk Yildiz. Foto: PR

Düsseldorf (idea) – Erstmals tritt bei einer Landtagswahl eine muslimische Wählervereinigung an. Das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ (BIG) wirbt bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai vor allem um die Stimmen der Zuwanderer.
 

Es versteht sich zwar nicht als islamische Partei, wird aber von muslimischen Kandidaten dominiert. Hervorgegangen ist das Bündnis aus Wählervereinigungen in Köln, Gelsenkirchen und Bonn. In den beiden letztgenannten Städten konnten die Initiativen bei der Kommunalwahl 2009 in die Stadtparlamente einziehen. Zu den thematischen Schwerpunkten der Partei zählen Bildung und Integration. So spricht sie sich gegen eine Trennung der Schüler nach der vierten Klasse auf verschiedene Schulformen aus. Zuwanderer sollten ihre „kulturelle Identität“ behalten können. Ferner fordert die Partei ein kommunales Wahlrecht für alle Ausländer. Vorsitzender ist Haluk Yildiz (Bonn). Nach seinen Worten wendet sich die BIG auch gegen „die Diskriminierung von muslimischen Kopftuchträgerinnen“. Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen sollen weitere Landesverbände gegründet werden, die bei den kommenden Landtagswahlen antreten sollen. Zudem plant das Bündnis eine Teilnahme an der Bundestagswahl 2013.

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