22. November 2017

Nordelbische Kirche: Neuer Verdacht sexuellen Missbrauchs

Quelle: idea.de

Ruhestandspastor soll sich früher an Jugendlichen vergriffen haben.

Ruhestandspastor soll sich früher an Jugendlichen vergriffen haben.

Hamburg (idea) – Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche gegen einen Pastor im Ruhestand. Er soll von Ende der siebziger bis in die achtziger Jahre hinein in Ahrensburg mehrere Jugendliche sexuell missbraucht haben.
 

Das Nordelbische Kirchenamt hat nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft informiert und führt disziplinarische Ermittlungen in enger Absprache mit den staatlichen Stellen. Bereits 1999 habe eine Frau entsprechende Vorwürfe gegen den Pastor erhoben. Daraufhin wurde der Mann aus der Kirchengemeinde genommen und nach einer Zwischentätigkeit in einer übergemeindlichen Projektstelle zum 1. Januar 2001 in den vorgezogenen Ruhestand versetzt. Gegenwärtig werde geprüft, ob neben dem 1999 bekannt gewordenen Fall weitere Jugendliche von den Übergriffen des Pastors betroffen sein könnten. Der Beschuldigte lasse sich anwaltlich vertreten und habe sich zur Sache bislang nicht geäußert. Es ist nicht der erste derartige Fall in Nordelbien. Seit Februar ermittelt die Polizei gegen einen langjährigen Kantor der Kirchengemeinde von Geesthacht bei Hamburg. Er soll ein Mädchen im Einzelunterricht unsittlich berührt haben. Während der Ermittlungen ist er vom Dienst suspendiert. Ein ebenfalls suspendierter Pfarrer aus Hamburg soll Kinderpornographie besessen und Minderjährige sexuell missbraucht haben.