22. November 2017

Liebenzeller Mission ruft auch in Deutschland zum Glauben an Jesus

Quelle: idea.de

Der Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause, beim Pfingstmissionsfest. Foto: PR

Der Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause, beim Pfingstmissionsfest. Foto: PR

Bad Liebenzell (idea) – Auf ein stark verändertes Verständnis von Mission hat der Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause, beim Pfingstmissionsfest der evangelikalen Organisation hingewiesen. Während man früher vor allem in nicht-christlichen Ländern missionierte, habe man heute die ganze Welt vor Augen, sagte Krause vor rund 4.000 Besuchern.
 

„Mission bedeutet, Menschen zum persönlichen Glauben an Jesus Christus zu rufen. Und das ist auch in Deutschland nötig“, so der Experte. Unverändert sei, dass Mission immer auch eine diakonische und gesellschaftliche Komponente habe. Missionare setzten sich bis heute für bessere Lebensbedingungen sein. Allerdings müsse bei jedem Engagement das Motiv der Handelnden deutlich bleiben, nämlich die Weitergabe der Liebe Gottes. Um in Deutschland mehr Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, richtete die Liebenzeller Mission den neuen Arbeitszweig „Interkulturelle Teams Deutschland“ ein. Deren Mitarbeiter wenden sich vor allem an Personen mit Migrationshintergrund. Sie sollten Jesus Christus kennenlernen. Kulturelle Unterschiede würden als Bereicherung verstanden, hieß es.

„Laden Sie den Türken in Ihrer Straße zum Essen ein“

Auch der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis“, Pfarrer Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen), plädierte für eine stärkere missionarische Zuwendung zu den in Deutschland lebenden Ausländern. Christen, die die Menschen in fernen Ländern das Evangelium bringen wollten, aber ihre Haustüren für Zugereiste verschlossen hielten, seien nicht glaubwürdig. „Laden Sie den Türken in Ihrer Straße zum Essen ein“, forderte Kern. Kritik übte er am Zustand der evangelischen Kirche. Während des Theologiestudiums würden angehende Pfarrer häufig der Bibel entfremdet, so dass ihre Predigten später oft kraftlos seien. Übrig blieben ethische Appelle und psychologische Ermutigungen. Selbst eine Prise Humor, schöngeistige Zitate oder tagespolitische Besserwisserei könnten nicht verschleiern, dass viele Predigten nicht den Erwartungen gerecht würden. Sie sollten „darstellen, wer Jesus Christus für uns ist und was er für uns getan hat“.

Sonderveranstaltungen für alle Altersgruppen

Das Pfingstmissionsfest bildete den Höhepunkt mehrerer Missionsveranstaltungen in der zweiten Maihälfte. Zu zwei Kindermissionsfesten kamen rund 4.800 Jungen und Mädchen aus fast allen Bundesländern; am Teenagermissionstreffen beteiligten sich etwa 2.000 Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schließlich gab es noch einen „Jugendmissionsabend“, an dem mehr als 400 Jugendliche und junge Erwachsene teilnahmen. Bei allen Zusammenkünften wurde dazu aufgerufen, Gott auch in Krisen und schwierigen Zeiten zu vertrauen. Die Liebenzeller Mission ist mit rund 230 Mitarbeitern in 24 Ländern eine der größten deutschen Missionsgesellschaften.