18. November 2017

Kein Unterschied zwischen Kreuz und Kopftuch

Quelle: ideaPressedienst vom 3. Mai 2010

Die drei Weltreligionen glauben an einen Gott? Foto: Screenshot

Die drei Weltreligionen glauben an einen Gott? Foto: Screenshot

I N T E R V I E W
 

Zülfiye Kaykin (SPD) könnte die erste muslimische Ministerin von Nordrhein-Westfalen werden

Erst wenige Tage vor der Wahl hat die Spitzenkandidatin der SPD, Hannelore Kraft, die türkischstämmige Zülfiye Kaykin in ihr Kompetenzteam berufen. Die 41-jährige Einzelhandelskauffrau gehört seit 1994 der Partei an und wurde vor drei Jahren mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr interkulturelles Engagement ausgezeichnet. Im Falle eines Wahlsiegs der SPD könnte sie die erste muslimische Ministerin Nordrhein-Westfalens werden. Tobias-Benjamin Ottmar hat mit Zülfiye Kaykin gesprochen.

idea: Die CDU hat in Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein Integrationsministerium ins Leben gerufen. Was wollen Sie künftig besser machen?

Kaykin: Ich werde mich dafür einsetzen, dass die vornehmlich auf bloße Symbolpolitik reduzierten Integrationsmaßnahmen der derzeitigen Landesregierung auf eine breitere Basis gestellt werden. Ich verstehe Integrationspolitik als eine Querschnittsaufgabe, die als Überschrift über jedem Themenbereich stehen muss. Sie muss in jedem Politikfeld eine Rolle spielen. Nur so können wir das Potenzial der Zuwanderer auch wirklich nutzen. Wir müssen es den Menschen mit Zuwanderungshintergrund erleichtern, sich an der Gestaltung dieser Gesellschaft zu beteiligen. Das bedeutet zum Beispiel, dass mehr Migranten in den Kommunen, Behörden, Schulen oder dem Polizeidienst vertreten sein sollten. Sie sollten dort gemäß ihrem Bevölkerungsanteil repräsentiert sein.

Für eine Migrantenquote
idea: Sie sind also für eine Migrantenquote?

Kaykin: Das fände ich gut. Denn so könnten wir uns Zuwanderern mehr öffnen und mehr Chancengleichheit ermöglichen.

Gleicher Abstand zu allen Religionen
idea: Sollten denn Muslime im öffentlichen Dienst auch ein Kopftuch tragen dürfen?

Lesen Sie das vollständige Interview in ideaSpektrum Nr. 18/2010. Bestellen Sie diese Ausgabe gratis unter Tel. 037756-1432 oder per Email: thomas.schneider@idea.de