19. November 2017

Käßmann: Anti-Baby-Pille ist ein Gottesgeschenk

Quelle: idea.de

Frühere EKD-Ratsvorsitzende: Es geht um Liebe ohne Angst. Foto: Pixelio/Rainer Sturm

Frühere EKD-Ratsvorsitzende: Es geht um Liebe ohne Angst. Foto: Pixelio/Rainer Sturm

München (idea) – Die Anti-Baby-Pille ist für die frühere EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischöfin a.D. Margot Käßmann (Hannover), ein Gottesgeschenk.
 

Es gehe um „Liebe ohne Angst“ und um verantwortliche Elternschaft, sagte sie in einem ökumenischen Frauengottesdienst am 13. Mai im katholischen Münchner Liebfrauendom. Bei der Veranstaltung im Rahmen des Ökumenischen Kirchentags plädierte die 51-jährige geschiedene Mutter von vier Töchtern für Verhütung und Geburtenkontrolle. Vor allem in den armen Ländern der Erde bedeute eine Geburt für viele Frauen kein Segen, sondern Fluch. Keine Frau wolle weitere Kinder gebären, von denen sie wisse, dass sie sie nicht ernähren könne. Jedes Jahr stürben rund 300.000 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt. Käßmann mahnte die Kirchen auch, die Entscheidung für ein Leben ohne Kinder nicht immer gleich abzuwerten. Frau Käßmann stellte sich mit ihrem Lob für die 50 Jahren eingeführte Anti-Baby-Pille gegen die katholische Sexualmoral. Danach sind künstliche Verhütungsmittel verboten.