18. November 2017

Jugendliche fragen zunehmend, was das Leben wert ist

Quelle: idea.de

Aidlingen: Rund 8.000 Besucher beim Pfingstjugendtreffen.

Aidlingen: Rund 8.000 Besucher beim Pfingstjugendtreffen.

Stuttgart (idea) – Jugendliche beschäftigen sich zunehmend mit der Frage, was das Leben wert sei. Das beobachten die Schwestern des Diakonissenmutterhauses Aidlingen, zu deren Pfingstjugendtreffen wie im Vorjahr rund 8.000 Besucher kamen.
 

Unter dem Thema „Gott ist da“ erläuterten mehrere Referenten, was in der Bibel über ein sinnvolles Leben und das Danach steht. Nach Ansicht des Direktors des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission, Pfarrer Volker Gäckle, gibt es ein erfülltes, bis in die Ewigkeit hinein reichendes Leben nur für Menschen, die Gottes Verheißungen vertrauten und sich nach seinen Geboten richteten. „Wer Anerkennung durch Menschen sucht, macht sich manipulierbar. Wer auf Gott hört, gewinnt große Freiheit“, sagte Gäckle. Auch für das gesellschaftliche Miteinander sei es wichtig, dass sich Menschen aufeinander verlassen können. Manchmal müssten unpopuläre Entscheidungen getroffen werden, wozu eine innere Unabhängigkeit nötig sei. Deshalb seien Christen „Hoffnungsträger für die Welt“, so Gäckle. Der Leiter der Bibelschule Bodenseehof, Heinz Spindler (Friedrichshafen), forderte die Teilnehmer auf, „zur Ehre Gottes“ zu leben. Dies bedeute, anderen Menschen den Weg zu Gott zu zeigen und sich um materiell, körperlich oder seelisch Leidende zu kümmern.

Mehr Interesse an seelsorgerlichen Gesprächen

Die derzeit rund 290 Aidlinger Diakonissen führen seit 1950 Pfingsttreffen durch, um Jugendlichen Gelegenheit zur Klärung von Lebensfragen zu geben. Nach Angaben der Oberin, Schwester Renate Kraus, hat das Interesse an seelsorgerlichen Gesprächen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Angesichts massiver Verunsicherung durch zerbrechende Familien, Ausbildungs- und Arbeitsplatzprobleme sowie Orientierungslosigkeit suchten viele Jugendliche Antworten im christlichen Glauben. An Infoständen konnten sie sich über verfolgte Christen, missionarische Kurzzeiteinsätze, Gebetskreise an deutschen Schulen und theologische Ausbildungsprogramme sowie über sozialdiakonische Aktivitäten informieren.