19. November 2017

EKD-Ratsvorsitzender muss Afghanistan-Reise verschieben

Quelle: idea.de

Der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, der rheinische Präses Nikolaus Schneider. Foto: 2. ÖKT/Burst

Der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, der rheinische Präses Nikolaus Schneider. Foto: 2. ÖKT/Burst

München (idea) – Der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, der rheinische Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf) muss seine geplante Reise nach Afghanistan verschieben.
 

Die Bundeswehr habe aus Sicherheitsgründen von dem Aufenthalt im umkämpften Land abgeraten, teilte der Pressesprecher der rheinischen Kirche, Jens Peter Iven (Düsseldorf), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage am 15. Mai beim Ökumenischen Kirchentag in München mit. Schneider wolle aber auf jeden Fall noch nach Afghanistan fliegen. Jetzt werde ein neuer Termin gesucht. Bei dem geplanten Afghanistan-Besuch sollte es sich um eine Pastoralreise handeln. Die Delegation wollte zum einen mit Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie Militärseelsorgern sprechen und zum anderen humanitäre Aufbauprojekte besuchen. Für die rund 4.500 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sind jeweils fünf Seelsorger im Einsatz, davon derzeit zwei evangelische. Im Januar hatte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die inzwischen zurückgetretene EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischöfin a.D. Margot Käßmann (Hannover), zu einem Truppenbesuch am Hindukusch eingeladen. Vorausgegangen war eine heftige öffentliche Debatte über ihre kritischen Äußerungen zum militärischen Afghanistan-Einsatz.