19. November 2017

Couragierte Evangelikale: Ursula Hoffmann wird 85

Quelle: idea.de

Sie verbreitete mit ihrem Mann Fritz Hoffmann idea-spektrum in der DDR. Foto: Privat

Sie verbreitete mit ihrem Mann Fritz Hoffmann idea-spektrum in der DDR. Foto: Privat

Berlin (idea) – Ursula Hoffmann (Berlin), Witwe des langjährigen Vorsitzenden der Evangelistenkonferenz in der DDR, Diakon Fritz Hoffmann (1906-1996), feiert am 7. Mai ihren 85. Geburtstag. Sie hatte maßgeblichen Anteil an der missionarischen und seelsorgerlichen Arbeit ihres Mannes, der zu den bekanntesten Evangelikalen in der DDR zählte.
 

Beide waren 36 Jahre lang miteinander verheiratet. Frau Hoffmann stammt aus Schlesien. Ab 1943 war sie als Schwesternschülerin des Evangelischen Diakonissenvereins Berlin-Zehlendorf in Hirschberg (Riesengebirge) tätig. Von 1946 an arbeitete sie als Diakonieschwester auf verschiedenen Stationen im Gebiet der späteren DDR. Von 1959 an lebte sie an der Seite ihres Ehemannes in Magdeburg.

Mutige „Schmuggler Gottes“

Beide waren maßgeblich an der Verbreitung des evangelischen Wochenmagazins idea-spektrum in der DDR beteiligt. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Zeitschrift erinnerte sie sich: „Wir in Magdeburg haben von Anfang an etliche Exemplare erhalten. Wie aber kam dieses Blatt in die gut abgeriegelte DDR? Nun, es gab Löcher in der Mauer und mutige ‚Schmuggler Gottes’. idea-spektrum kartonweise einzuschleusen und abzuladen, war schon ein Wagnis. Über kirchliche Kuriere gelangten dann viele kleine Sendungen in das kirchliche Konsistorium in Ost-Berlin. Dort wurden sie an die Bischöfe der Landeskirchen verteilt. Außerdem schickte ich viele Päckchen – oft mit klopfendem Herzen – per Post ab: an Bibelschulen, Dozenten und Pfarrer, die auch zwischen den Zeilen lesen konnten. Für mich ist das alles heute noch ein Wunder.“