19. November 2017

Befürworter der „Homo-Ehe“ sollen ihr Geld behalten

Quelle: idea.de

Lutheraner in Tansania lehnen Hilfe ab: „Homo-Ehe“ ist unbiblisch.

Lutheraner in Tansania lehnen Hilfe ab: „Homo-Ehe“ ist unbiblisch.

Moshi (idea) – Von Kirchen und christlichen Gruppen, die für die „Homo-Ehe“ einstehen, will die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania kein Geld annehmen. Man lehne jegliche Unterstützung von ihnen ab, heißt es in einer Erklärung, die der Exekutivrat der Kirche Ende April in Moshi verabschiedet hat.
 

Der Bischofsrat habe sich bereits im Januar mit der Frage befasst, wie man auf die Anerkennung der „Homo-Ehe“ durch einige Kirchen in Europa und Nordamerika reagieren solle. Die Kirche von Schweden hatte im Oktober den Weg für „Trauungen“ gleichgeschlechtlicher Partner freigemacht, und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika hat Schritte in diese Richtung in die Wege geleitet. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania hingegen schließt Personen in schwulen oder lesbischen Lebensgemeinschaften von der Mitarbeit aus. Eine solche Lebensform sei unvereinbar mit biblischer Lehre, heißt es in der Erklärung. „Wir weisen unsachgemäße und falsche Auslegungen der Heiligen Schrift zurück, die vorgebracht werden, um die Ehe von gleichgeschlechtlichen Partnern zu rechtfertigen.“ Die Ehe sei der Bibel zufolge eine Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Die tansanische Kirche unterstütze alle Christen, die sich gegen die Anerkennung der „Homo-Ehe“ wendeten. Mit 5,3 Millionen Mitgliedern ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania nach der Schwedischen Kirche (6,8 Millionen Mitglieder) die zweitgrößte lutherische Kirche der Welt. Von den 37,6 Millionen Einwohnern des ostafrikanischen Landes sind nach Schätzungen jeweils 35 Prozent Anhänger von Naturreligionen und Muslime sowie etwa 30 Prozent Christen. Der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI zufolge wird die Frage des kirchlichen Umgangs mit Homosexualität bei der Vollversammlung des Lutherischen Weltbunds kontrovers diskutiert werden, die vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart stattfindet.