19. November 2017

Aufruf an Christen: Macht mehr Hausbesuche!

Quelle: idea.de

Pfarrer Winrich Scheffbuch. Foto: idea/Starke

Pfarrer Winrich Scheffbuch. Foto: idea/Starke

Bobengrün (idea) – Christen sollten mehr Besuche bei Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen machen und von ihren Erfahrungen im Glauben an Jesus Christus erzählen. Dazu hat Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart) auf der 65. Pfingsttagung in Bobengrün bei Hof (Frankenwald) aufgerufen.
 

Zu dem dreitägigen Treffen unter freiem Himmel kamen nach Angaben des Veranstalters – des CVJM Bobengrün – insgesamt rund 16.000 Besucher, davon knapp 2.000 Dauerteilnehmer. Wie Scheffbuch – einer der Hauptredner – weiter sagte, blieben Christen gerne hinter den Mauern ihrer Gemeindehäuser sitzen, anstatt hinauszugehen und ihren Glauben in persönlichen Gesprächen zu bezeugen. „Sei ein Jesus-Zeuge!“ rief er den meist jungen Teilnehmern des Treffens zu. Christen sollten gerade auch jene Menschen aufsuchen, die Stärkung und Ermutigung brauchten, etwa weil sie krank und niedergeschlagen seien. Um im Dienst für Jesus nicht innerlich „auszubrennen“, empfahl der Seelsorger, täglich in der Bibel zu lesen und im Gebet mit Gott zu sprechen. Scheffbuch gilt als ein Pionier der evangelikalen Entwicklungshilfe. Er war maßgeblich an der Gründung der Organisationen „Hilfe für Brüder“ und „Christliche Fachkräfte International“ beteiligt und deren langjähriger Leiter. Er ermunterte junge Christen, auch über einen Dienst in der Weltmission nachzudenken. Ob sie dazu die nötigen Gaben und Fähigkeiten hätten, sollten sie mit ihren Gemeindeleitern bzw. Seelsorgern besprechen. Nicht jeder, der sich zum Missionar berufen fühle, sei auch dafür geeignet. Für die Weltmission brauche man die „besten Leute“. Nach Scheffbuchs Worten sind gegenwärtig geistliche Aufbrüche in vielen Teilen der Welt im Gange. Erweckungen gebe es vor allem dort, wo Christen verfolgt würden. Als Beispiel nannte er unter anderem den Norden Nigerias, wo es in den vergangenen Monaten wiederholt zu blutigen Angriffen extremistischer Muslime auf die christliche Minderheit gekommen ist.

Tagungsthema ein „Volltreffer“

Die Pfingsttagung stand unter dem Thema „Hören, was Jesus sagt“. Darüber sprachen auch der frühere Generalsekretär der SMD (Studentenmission in Deutschland), Pfarrer Wolfgang Heide (Münster), und die Jugendevangelisten Gofi Müller (Marburger Christustreff) und Martin Schmid (CVJM Bayern). Grüße der Landeskirche überbrachte die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner. Wie die Verantwortlichen des Treffens gegenüber idea sagten, war das Thema der Tagung „ein Volltreffer“, weil sich die Teilnehmer intensiv mit der Botschaft Jesu und ihren Auswirkungen für das heutige Leben beschäftigt hätten. Zu den Höhepunkten des Treffens habe ein Konzert mit Sängerin Judy Bailey und ihrer Band gehört. Dazu seien auch viele Jugendliche aus der Umgebung gekommen.

Mehr Aufmerksamkeit dank Kreuz

Vor der Tagung hatten rund 40 Helfer wieder ein rund 20 Meter hohes Metallkreuz errichtet. Es befindet sich auf dem knapp 600 Meter hohen Weidenstein gegenüber dem Tagungsgelände und wird nachts beleuchtet. Der Fernsehjournalist Peter Hahne (Berlin) hatte auf der Tagung 2008 die Anregung dazu gegeben, die dann spontan von einigen Helfern verwirklicht wurde. Das Kreuz muss aber jeweils nach der Tagung aus Denkmalschutzgründen wieder abgebaut werden, weil sich auf dem Berg die Reste einer Burgruine befinden sollen. Nach Angaben der Veranstalter hat das Kreuz als Blickfang dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit für das Pfingsttreffen zu erhöhen.