19. November 2017

Proteste gegen gotteslästerliches „Titanic“-Titelbild

Quelle: idea.de

Kritiker: Jesus am Kreuz wird von einem Priester befriedigt.

Kritiker: Jesus am Kreuz wird von einem Priester befriedigt.

Berlin (idea) – Für Proteste unter Christen sorgt das aktuelle Titelbild des Satiremagazins „Titanic“ (Frankfurt am Main). Es zeigt, wie ein Priester vor dem am Kreuz hängenden Jesus kniet. Kritiker deuten die Szene so, dass der Geistliche den Gekreuzigten mit dem Mund sexuell befriedigt.
 

Das Magazin spielt damit auf den Missbrauchsskandal in kirchlichen Einrichtungen an. Die Herausgeber bieten den Titel auch als Hintergrundbild für den Computerbildschirm zum Herunterladen an. Beim Deutschen Presserat (Berlin) sind bisher zwei Beschwerden eingegangen, bestätigte ein Sprecher am 1. April gegenüber idea. Die Beschwerdeführer bezeichneten die Darstellung als gotteslästerlich und fühlen sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Der Beschwerdeausschuss wird sich voraussichtlich Ende Mai damit befassen. Unterdessen wurde im Internetplattform Facebook eine Gruppe gegründet, die „aufs Schärfste gegen das aktuelle Titanic Cover“ protestiert. Innerhalb weniger Tage sind der Gruppe über 250 Nutzer beigetreten. Das Magazin ist für provozierende Darstellungen und Tabubrüche bekannt. In der aktuellen Ausgabe nennt es sich ein „Pflichtblatt für Blasphemiker“. Das Blatt hat eine Druckauflage von etwa 100.000 Exemplaren. Chefredakteur ist Leo Fischer.