21. November 2017

Muslimische Ministerin Özkan gegen Kruzifixe

Erste muslimische Ministerin gegen Kruzifixe, Foto: Pixelio/Stihl024

Erste muslimische Ministerin gegen Kruzifixe, Foto: Pixelio/Stihl024

(TS) Die designierte niedersächsische Solzialministerin Aygül Özkan hat sich für ein Verbot von Kruzifixen an öffentlichen Schulen ausgesprochen.
 

Gegenüber Focus sagte die muslimische CDU-Politikerin: „Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen.“ Die Schule solle ein neutraler Ort sein. Ein Kind müsse selbst entscheiden können, wie es sich religiös orientiere. Darum hätten auch Kopftücher „in Klassenzimmern nichts zu suchen“.

Kritik aus der CSU
Kritik an ihrem Kruzifix-Vorstoß gab es insbesondere aus den Reihen der CSU. Als „abwegig und erschreckend“ bezeichnete der Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, die Äußerungen der 38-Jährigen Özkan zum Kruzifixverbot. Müller weiter: „Politiker, die Kreuze aus Schulen verbannen wollen, sollten sich überlegen, ob sie in einer christlichen Partei an der richtigen Stelle sind“. Das Kreuz stehe in der Union für das Fundament „unserer Identität, unserer Kultur und unserer Werte“.