18. November 2017

Mobbing im Internet gehört zum Schüleralltag

Quelle: idea.de

Umfrage: Jeder Dritte war Opfer, jeder Zweite Täter. Foto: Pixelio

Umfrage: Jeder Dritte war Opfer, jeder Zweite Täter. Foto: Pixelio

Münster (idea) – Mobbing gehört im Internet inzwischen zum Alltag. Zu diesem Ergebnis kommen die Psychologinnen Stephanie Pieschl und Sina Urbasik der Universität Münster.
 

Bei einer Umfrage unter 419 Schülern habe rund ein Drittel angegeben, in den vergangenen zwei Monaten das Opfer von sogenanntem Cyberbullying geworden zu sein, teilte die Universität am 28. Februar mit. Zu dieser Form der Verschmähung zählen Beleidigungen, die Veröffentlichung von peinlichen Fotos oder das Streuen von Gerüchten im Internet. 55 Prozent gaben an, dass sie im selben Zeitraum mindestens einmal als Täter aktiv waren. Die Schmähungen liefen hauptsächlich über Chat, Instant Messenger (Systeme zum direkten Nachrichtenaustausch) und soziale Netzwerke wie SchülerVz. Eine Schülerin habe beispielsweise berichtet, dass eine Bekannte verbreitet hätte, „dass mein Freund mich zum Sex zwingen würde“. Sie habe ferner erzählt, „dass ich schwanger war und abgetrieben habe“. Ein Schüler hätte bei der Umfrage gesagt: „Ich schicke vielleicht mal einer Freundin ein Bild, um ihr zu zeigen, wie dämlich dort jemand aussieht. Aber das ist eher nur ein Scherz. Ich mache das ja nicht, um jemanden bloßzustellen, sondern um Spaß zu haben“.