21. November 2017

Missionswerk: Auf nach China!

Quelle: idea.de

ÜMG-Leiter Hans-Walter Ritter. Foto: Lothar Rühl

ÜMG-Leiter Hans-Walter Ritter. Foto: Lothar Rühl

Mücke (idea) – Für Südostasien, einschließlich der Volksrepublik China, werden Christen gesucht, die dort arbeiten und ihren Glauben bezeugen. Die Überseeische Missionsgemeinschaft (ÜMG, Mücke) und ihr internationaler Partner Overseas Missionary Fellowship (OMF International, Singapur) haben bereits innerhalb von drei Jahren 456 Mitarbeiter in die Region entsandt.
 

Vor vier Jahren hatte sich das Werk das Ziel gesetzt, bis 2011 rund 900 Christen auszusenden. „Gut die Hälfte haben wir damit bereits erreicht“, berichtete ÜMG-Leiter Hans-Walter Ritter bei der Frühjahrstagung des Werkes Mitte April in Mücke bei Gießen. Aus Deutschland seien bisher 16 neue Mitarbeiter ausgesandt worden. Ritter rief weitere Christen auf, sich in den Dienst der Mission an Asiaten zu stellen. Gegenwärtig haben ÜMG und OMF 1.300 Mitarbeiter, davon rund 80 aus Deutschland.

Größte chinesische Leihbücherei außerhalb Chinas

Ritter wies ferner darauf hin, dass der von der ÜMG initiierte „Freundeskreis für Mission unter Chinesen in Deutschland“ (FMCD) in Hannover bundesweit 60 Bibel- und Gebetskreise unterhält, die von Studenten, Wissenschaftlern und Fachkräften aus China besucht würden. In Deutschland leben rund 180.000 Chinesen. Der FMCD unterhält seit 1979 die größte chinesische Leihbücherei außerhalb Chinas. Das Sortiment umfasst über 2.000 Titel in etwa 10.000 Exemplaren, die an Interessenten kostenlos ausgeliehen werden. Jährlich werden mehr als 3.000 Bücher versandt, die etwa 8.000 Leser finden. Neben Romanen gebe es auch Sachbücher zu Ehe- und Familienfragen, Kinderbücher sowie Bücher über den christlichen Glauben. Zahlreiche Leser seien durch die Lektüre Christen geworden.

Fachkräfte für China

Die ÜMG wurde 1865 von dem englischen Missionsarzt James Hudson Taylor (1832-1905) als China-Inland-Mission gegründet. Nach der kommunistischen Machtübernahme 1949 wurden alle ausländischen Missionare aus China ausgewiesen. Heute können nach Ritters Angaben Ausländer wieder in China zwar nicht als Missionare, jedoch als Fachkräfte arbeiten. Gefragt seien Englischlehrer, Mitarbeiter in der Studenten- und Gemeindearbeit, medizinische Fachkräfte bei Erdbebenkatastrophen, in der Blinden- und Behindertenarbeit. Der deutsche ÜMG-Zweig ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen.