19. November 2017

Kruzifix-Debatte: Platzt Özkans Vereidigung?

Ein Kommentar von Thomas Schneider

CDU

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(TS) Am 27. April soll die erste muslimische Ministerin Deutschlands vereidigt werden. Es war der Wunsch der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die türkischstämmige CDU-Politikerin Aygül Özkan ins Wulff`sche Kabinett nach Niedersachsen zu berufen. Sie solle der Politik in Niedersachsen neuen Schwung verleihen, so Merkel.
 

Das tut sie dann auch. Denn schon vor ihrem Amtsantritt trägt Özkan ihr muslimisches Herz ganz offen nach außen und bringt die politische Bühne der CDU ins Wanken. Die designierte Sozial- und Integrationsministerin passt es nämlich nicht, dass in öffentlichen Schulen christliche Symbole hängen. Sie spricht sich klipp und klar für ein Kruzifixverbot aus.

Wen wundert`s , dass dem Parlamentarischen Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, der Kragen platzt. Politiker, die Kreuze aus Schulen verbannen wollen, so Müller, sollten sich überlegen, ob sie in einer christlichen Partei an der richtigen Stelle seien. Recht hat er!

Auch Ministerpräsident Christian Wulff kommt so langsam in die Pötte und stellt klar: „In Niedersachsen werden christliche Symbole, insbesondere Kreuze in den Schulen, seitens der Landesregierung im Sinne einer toleranten Erziehung auf Grundlage christlicher Werte begrüßt“. Aber hat Frau Özkan, wie Wulff meint, nur „ihre persönliche Meinung zur weltanschaulichen Neutralität geäußert“ und „stellt die niedersächsische Praxis nicht in Frage“?

Wer das glaubt, kennt die Ziele des Islam nicht und dass sich diese Religion jedem Mittel bedient, um Machtansprüche auch in Deutschland durchzusetzen. Denn auch in der Frage des EU-Beitritts der Türkei stellt sich Özkan gegen die Linie ihrer christlich-demokratischen Partei, wenn sie gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ äußert: „Die Beitrittsverhandlungen sollen weiter ergebnisoffen betrieben werden“.

Die Kirchen in Deutschland schweigen. Was sollen sie auch anderes tun, wenn sie sich ständig für mehr Toleranz gegenüber dem muslimischen Glauben stark machen und selbst nicht einmal davon überzeugt sind, dass Muslime und Christen eben nicht an denselben Gott glauben.

Wird die Vereidigung Deutschlands erster muslimischer Ministerin am Dienstag platzen? Ich glaube das nicht. Sonst müsste die Partei mit dem „C“ im Namen endlich mal reinen Tisch machen und alle rausschmeißen, die etwas gegen christliche Symbole in der deutschen Öffentlichkeit haben.