19. November 2017

Evangelische Kita: Mitarbeiter unter Kinderporno-Verdacht

Quelle: idea.de

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, äußerte sich entsetzt über den Fall.

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, äußerte sich entsetzt über den Fall.

Königs Wusterhausen (idea) – Unter dem Verdacht, kinderpornografisches Material zu besitzen, steht ein Mitarbeiter der evangelischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ im brandenburgischen Königs Wusterhausen.
 

Der Beschuldigte ist ein angehender Erzieher, der seit September 2008 in der Einrichtung beschäftigt ist. Der 29-Jährige soll kinderpornografische Fotos auf seinem privaten Computer gespeichert haben. Gegen ihn sei ein Kündigungsverfahren eingeleitet und ein Hausverbot ausgesprochen worden, heißt es in Medienberichten unter Berufung auf den Träger der Kindertagesstätte, den Evangelischen Kirchenkreis Neukölln. Außerdem seien die zuständigen Stellen sowie Erzieher und Eltern informiert worden. Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, äußerte sich entsetzt über den Fall, lobte aber zugleich das Vorgehen der Verantwortlichen in der Kindertagesstätte. Sie hätten „ganz genau nach den Richtlinien unserer Kirche gehandelt“. Dröge kündigte an, dass die Landeskirche eine Anlaufstelle für Opfer sexueller Gewalt einrichten wird. In den neunziger Jahren habe es zwei Fälle gegeben, in denen Pfarrer Minderjährige sexuell belästigt bzw. missbraucht hätten. Beide Theologen seien mit Disziplinarverfahren aus dem Gemeindedienst entfernt worden.