19. November 2017

Erst Hausschulen dann Hauskirchen

Quelle: idea.de

In den USA wächst die Zahl familiärer „Gemeinden“.

In den USA wächst die Zahl familiärer „Gemeinden“.

Wake Forest (idea) – Ähnlich wie die „Hausschulen“ so wachsen auch die „Hauskirchen“ in den USA. In Hausschulen unterrichten Eltern ihre Kinder selbst, statt sie auf eine öffentliche Schule zu schicken. Und in vielen Hauskirchen versammelt sich eine christliche Familie zum Gottesdienst, statt eine herkömmliche Gemeinde zu besuchen.
 

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Barna (Ventura/Kalifornien) im Jahr 2008 ergab, dass die meisten erwachsenen US-Amerikaner es für biblisch gerechtfertigt halten, dass Christen mit ihrer Familie eine Hausgemeinde gründen, wenn sie ihren Glauben nicht in einer etablierten Kirche ausüben wollen. Der Leiter des National Center for Family-Integrated Churches (Nationales Zentrum für familien-integrierte Kirchen/NCFIC), Scott Brown (Wake Forest/US-Bundesstaat Nord Carolina), nennt verschiedene Gründe, warum Familien ihre eigene Gemeinde bilden. Manche lebten in einer Umzugsphase und hätten noch nicht die richtige Gemeinde gefunden; andere hätten schlechte Erfahrungen mit bestehenden Gemeinden gemacht oder seien unzufrieden. Zwar sei in der Bibel von Hausgemeinden die Rede, doch habe sich dort nicht nur die engere biologische Familie versammelt, warnt Brown. Christen dürften sich nicht ihr eigenes Gemeindeleben schaffen. Zu einer biblisch fundierten Gemeinde gehöre die Predigt, die schriftgemäße Verwaltung der Sakramente, Gemeindeordnung, Gemeindezucht und geistliche Auferbauung durch Christen mit verschiedenen geistlichen Gaben. Wichtig sei unter anderem eine gute vorbereitete Predigt. Es genüge nicht, dass man sich über etwas austausche, was man gerade auf dem Herzen habe. Dan Horn, Ältester der Hope-Baptistengemeinde in Wake Forest, gibt zu bedenken, dass viele Vertreter von Hausgemeinden sich in Wahrheit keiner Autorität unterordnen wollten. Ein solches Verhalten sei nicht biblisch.