18. November 2017

Christen aus Sachsen helfen Holocaust-Überlebenden

Quelle: idea.de

Handwerker aus Deutschland und Israel richten gemeinsam unentgeltlich ein Begegnungszentrum her. Screenshot: ZDF

Handwerker aus Deutschland und Israel richten gemeinsam unentgeltlich ein Begegnungszentrum her. Screenshot: ZDF

Chemnitz/Haifa (idea) – Handwerker aus Sachsen haben in Israel ein marodes Haus unentgeltlich renoviert, das künftig als Begegnungszentrum für Holocaust-Überlebende dient.
 
Der sechswöchige Hilfseinsatz in Haifa wurde vom Verein „Sächsische Israelfreunde“ organisiert. Das Interesse an solchen praktischen Einsätzen sei in Sachsen „riesengroß“, erläuterte der Vorsitzende der Initiative, Wilfried Gotter (Schönborn-Dreiwerden bei Chemnitz). Die 70 Handwerker reisten für jeweils zwei Wochen ins Heilige Land. Sie bezahlten alle Kosten aus eigener Tasche. Der 1998 gegründete Verein organisiert seit 2003 solche Einsätze. Im Hintergrund stehe die biblische Überzeugung, dass Gott jene Menschen segne, die Israel Gutes tun, so Gotter. Die Einsätze seien echte Versöhnungsdienste, weil die selbstlose Hilfe den oft gegenüber Deutschen verbitterten Holocaust-Überlebenden das Herz öffne und sie bereit zur Versöhnung würden. Beim jüngsten Einsatz wurde auch ein von arabischen Christen geführtes Restaurant in Jericho renoviert. Gerade arabische Christen säßen im Heiligen Land „zwischen allen Stühlen“, weil sie häufig auch von muslimischen Arabern diskriminiert würden, so Gotter. Nach seinen Angaben stammen die an dem Einsatz beteiligten Handwerker je zur Hälfte aus Freikirchen und der sächsischen Landeskirche.