18. Januar 2018

Pakistan: Killerkommando zündet Christen an

Quelle: idea.de

38-jähriger Familienvater wollte nicht Muslim werden.

38-jähriger Familienvater wollte nicht Muslim werden.

Rawalpindi (idea) – In Pakistan haben muslimische Extremisten einen Christen bei lebendigem Leib angezündet. Der Grund: Der 38-jährige Familienvater Arshed Masih (Rawalpindi) hatte sich geweigert, zum Islam überzutreten.
 

Sein Arbeitgeber, ein muslimischer Scheich, schickte das Killer-Kommando, weil Masih trotz Drohungen seinen Glauben nicht aufgeben wollte. Er starb am 22. März im katholischen Krankenhaus von Rawalpindi, meldet die katholische Nachrichtenagentur asiaNews (Rom). Als Masihs Ehefrau den Brandanschlag bei der Polizei anzeigte, wurde sie von Polizisten vergewaltigt. Die drei Kinder des Ehepaars im Alter von sieben bis zwölf Jahren mussten den Misshandlungen zusehen. In einer Mitteilung verurteilten christliche Vereinigungen und Menschenrechtsorganisationen die erneute Gewalt gegen Christen und beklagten, dass die Bundes- und Provinzregierungen zu zögerlich bei der Verfolgung und Bestrafung der Täter vorgingen. Laut asiaNews bereiten einige Gruppen Protestkundgebungen gegen Anschläge auf Christen und für die Menschenrechte vor dem Krankenhaus von Rawalpindi vor. Christen bilden mit einem Bevölkerungsanteil von drei Prozent eine kleine Minderheit unter den rund 160 Millionen Einwohnern Pakistans. Muslime stellen etwa 95 Prozent.