18. Januar 2018

Es steht fest: Gewaltspiele machen Kinder aggressiver

Quelle: idea.de

In Deutschland ist der Trend zu sogenannten Ego-Shootern wie "Counter Strike", bei dem der Spieler mit Schusswaffen Mitspieler oder computergesteuerte Gegner bekämpft, rückläufig. Foto: PR/EA GamesAmes (idea) – Gewalt-Videospiele machen Kinder nachweislich aggressiver. Das ist das Ergebnis einer Studie des US-Psychologen Craig Anderson von der Iowa State University (Ames/Bundesstaat Iowa).
 
Wie der Informationsdienst pressetext am 2. März berichtete, wertete Anderson 130 verschiedene Forschungsarbeiten aus, die weltweit durchgeführt wurden. Daraus gehe hervor, dass die Nutzung von Gewaltspielen tendenziell zu mehr Aggressivität führe und Kinder abstumpfen lasse. „Wir können jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass unabhängig von Untersuchungsmethoden und kulturellen Unterschieden dieselben Effekte entstehen“, wird Anderson in einem Magazin des amerikanischen Psychologen-Verbands zitiert. Laut der Analyse ziehen sich die Folgen von Gewalt-Videospielen durch alle Kulturkreise, beide Geschlechter und alle Altersgruppen. Anderson: „Aus öffentlich-politischer Sicht ist es Zeit, sich von der Frage zu verabschieden, ob es Auswirkungen gibt.“ Es gehe nun darum, konstruktive Themen zu behandeln: „Wie machen wir es Eltern einfacher – innerhalb der kulturellen und gesetzlichen Grenzen – den Kids eine gesündere Kindheit zu ermöglichen?“ In Deutschland ist der Trend zu sogenannten Ego-Shootern, bei dem der Spieler mit Schusswaffen Mitspieler oder computergesteuerte Gegner bekämpft, rückläufig. Laut dem Jahresbericht der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat sich die Zahl der Prüfverfahren im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr auf 66 mehr als halbiert.