18. Januar 2018

„Antichristliche Welteinheitsreligion“ im Anmarsch?

Ökumenischer Rat der Kirchen

Ökumenischer Rat der Kirchen

(TS) Spitzenvertreter der evangelikalen und ökumenischen Bewegung wollen Brücken bauen zwischen den bisher distanzierten internationalen Dachorganisationen, der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK).
 

Beide Seiten trafen sich zu einem Spitzengespräch am 3. März im Ökumenischen Zentrum in Genf (Schweiz). Wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung heißt, hätte man über gemeinsame Anliegen im Interesse der Einheit der Christen gesprochen. Alle Christen seien zur Einheit aufgerufen. So arbeite man beispielsweise an einem „Verhaltenskodex für religiöse Bekehrung“.

Schrittweiser Verzicht auf biblischen Alleingang?
Kritiker befürchten in der Annäherung erste Schritte in Richtung „antichristliche Welteinheitsreligion“, wie sie nach der Heiligen Schrift in Offenbarung 12 und 13 kommen wird. Immer wieder habe die Welt-Ökumene Versuche unternommen, nach Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Religionen zu suchen. So würden auch die Kirchen, ausgehend vom Streben nach Einheit in Welt-Währung und Welt-Regierung, einen schrittweisen Verzicht auf den biblischen Alleingang für denkbar halten.

Ohne Jesus kann keiner zum Vater kommen
Gottes Wort bezeuge aber in Jesus Christus eindeutig: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“. So schreibt der Pfarrer und ehemalige württembergische Landesbischof Gerhard Maier in einem Bibelkommentar: „Damit ist eine letzte Klarstellung erfolgt: Jesus ist der einzige Vermittler des Heils für alle Menschen. Kein „Kirchenchrist“, kein Jude, kein Moslem, kein Buddhist, keiner kann ohne Jesus „zum Vater kommen“. Dass es verschiedene Heilswege zu Gott geben soll, ist eine falsche Ansicht. Johannes 14,6 hat es unmöglich gemacht, dass Christen in einen allgemeinen Toleranzgedanken einwilligen.“

Beziehungen in der Vergangenheit gespannt
Die Beziehungen zwischen der ökumenischen und der evangelikalen Bewegung waren in der Vergangenheit wegen theologischer Differenzen und einem zu starken politisch orientierten Engagements im ÖRK gespannt. Ihm gehören rund 350 anglikanische, evangelische und orthodoxe Kirchen mit über 560 Millionen Mitgliedern in 110 Ländern an. Die WEA repräsentiert rund 420 Millionen Evangelikale in 128 Staaten.