25. Februar 2018

Ministerpräsident Koch: Stärker für Religionsfreiheit engagieren

Quelle: idea.de

Hessens Ministerpräsident Roland Koch: Verfolgung von Menschen wegen ihres Glaubens nicht schweigend hinnehmen.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch: Verfolgung von Menschen wegen ihres Glaubens nicht schweigend hinnehmen.

Wiesbaden (idea) – Angesichts einer Verfolgung von Christen in vielen Teilen der Erde hat der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) ein stärkeres Engagement für die Religionsfreiheit gefordert.
 

Die westliche Staatengemeinschaft müsse deutlicher machen, dass sie eine Verletzung dieses Menschenrechts missbillige. Dies müsse auch bei der Gewährung von Entwicklungshilfe berücksichtigt werden, erklärte Koch am 24. Februar laut einer Mitteilung der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Der Ministerpräsident begrüßt, dass die EKD einen „Tag der bedrängten und verfolgten Christen“ ausgerufen hat. Er soll jeweils am Kirchensonntag Reminiscere (Gedenket) begangen werden und fällt in diesem Jahr auf den 28. Februar. Koch: „Religionsfreiheit ist ein sehr hohes Gut, dass für uns in Deutschland selbstverständlich ist und manchmal für zu selbstverständlich genommen wird. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass in vielen Teilen der Welt Menschen auch heute noch wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Dies dürfen wir nicht schweigend hinnehmen.“ Koch verwies auf die Lage christlicher Minderheiten vor allem in muslimisch geprägten Staaten. Als besonders extremes Beispiel nannte er die Islamische Republik Iran. Eine Verfolgung gebe es aber nicht nur aus religiöser Intoleranz, sondern auch aus ideologischen Gründen, zum Beispiel im kommunistisch regierten Nordkorea. Nach Angaben des Hilfswerks Open Doors sind Nordkorea und der Iran die Länder mit der stärksten Christenverfolgung. Koch machte zugleich deutlich, dass es nicht ausschließlich um die Lage von Christen gehe: „Menschenrechte gelten weltweit und universell und sie schützen jede religiöse Überzeugung.“ So sei es für ihn selbstverständlich, dass Muslime in Deutschland Moscheen errichten dürfen. Umgekehrt müsse es aber auch selbstverständlich werden, dass Christen in der Türkei Kirchen bauen und ihren Glauben ausüben dürfen.