19. November 2017

Islamisten legen evangelikale Internetseite lahm

Quelle: idea.de

Statt der IGW-Homepage sah man das Foto einer Moschee sowie den Spruch „Hacked for Islam; hacked by Akincilar“ (Gehackt für den Islam, von Akincilar).

Statt der IGW-Homepage sah man das Foto einer Moschee sowie den Spruch „Hacked for Islam; hacked by Akincilar“ (Gehackt für den Islam, von Akincilar).

Essen (idea) – Mutmaßlich islamistische Hacker haben die Internetseite des evangelikalen Instituts für Gemeindebau und Weltmission (IGW) zeitweise lahmgelegt.
 

Wie das IGW in Essen am 4. Januar mitteilte, war die Schweizer Homepage www.igw.edu am 30. Dezember nicht erreichbar. Stattdessen sah man das Foto einer Moschee sowie den Spruch „Hacked for Islam; hacked by Akincilar“ (Gehackt für den Islam, von Akincilar). Wer genau hinter der Online-Attacke steht, ist unklar. Mit der Bezeichnung „Akincilar“ könnte die radikal-islamische Organisation „Akincilar Derneği“ gemeint sein. Da der Angriff über einen anonymen Rechner ausgeführt wurde, sind der oder die Täter nicht zu ermitteln. Wie es hieß, wurden bereits seit Mitte Dezember Versuche unternommen, den Online-Auftritt des IGW zu manipulieren. Das Institut geht davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen dem Schweizer Volksentscheid gegen den Minarettbau und dem Angriff besteht. Am 26. November hatten 57,5 Prozent der Teilnehmer gegen die Errichtung von Minaretten gestimmt. Inzwischen wurden die Sicherheitslücken auf der Seite des Instituts geschlossen. Das IGW wurde 1991 in Zürich gegründet. Seit 2003 besteht ein deutscher Zweig mit Studienzentren in Essen, Karlsruhe, Brüchermühle bei Gummersbach, Chemnitz und Braunschweig. Das Institut gehört zur Konferenz Bibeltreuer Ausbildungsstätten.