11. Dezember 2017

Pfarrer fühlt sich an Heiligabend wie ein Eiskunstläufer

Quelle: idea.de

Gottfried Martens, Pfarrer der St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Foto: SELK

Gottfried Martens, Pfarrer der St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Foto: SELK

Berlin (idea) – Ein wenig wie ein Eiskunstläufer empfindet sich ein Berliner Pfarrer im Gottesdienst an Heiligabend.
 

Gottfried Martens, Pfarrer der St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf, vergleicht die Besucher mit besonders strengen Punktrichtern: „Wenn man nur einmal im Jahr zur Kirche geht, möchte man an diesem Tag auch etwas Besonderes geboten bekommen.“ Doch wie Martens in der „Berliner Morgenpost“ schreibt, dürften Geistliche ihre Verkündigung nicht daran orientieren; ihre Aufgabe sei vielmehr, „Christus zu predigen“. In ihm sei Gott Mensch geworden, „um unser Verhältnis zu ihm in Ordnung zu bringen“. Gottesdienstbesucher dürften an Heiligabend deshalb nicht „eine nette Show“ erwarten, sondern die frohe Botschaft von Jesus Christus. Sie seien zudem weder Zuschauer noch Preisrichter, sondern selber beteiligt. An die Leser richtet Martens den Appell: „Denn bei dem, was Sie dort hören, geht es um Sie: um Ihr Leben!“ Die St. Mariengemeinde gehört zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).