22. September 2017

Jemen: Weiterhin keine Gewissheit zu Schicksal der Geiseln

Quelle: idea.de

Unbekannte hatten am 12. Juni eine Gruppe von Christen im Jemen verschleppt - darunter den Ingenieur Johannes Hentschel, seine Frau Sabine (36) sowie die Kinder Lydia (5), Anna (3) und Simon (1). Foto: Privat

Unbekannte hatten am 12. Juni eine Gruppe von Christen im Jemen verschleppt - darunter den Ingenieur Johannes Hentschel, seine Frau Sabine (36) sowie die Kinder Lydia (5), Anna (3) und Simon (1). Foto: Privat

Berlin/Sanaa (idea) – Im Falle der im Jemen entführten Familie aus Sachsen gibt es weiterhin keine Gewissheit. Der Krisenstab arbeite intensiv daran, eine rasche Lösung zu finden, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit.
 

Einzelheiten wollte er mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Die Angehörigen der Familie übten indes Kritik an der Informationspolitik des Auswärtigen Amtes. Es sei unbefriedigend, wenn die Familie aus den Medien von den neuesten Entwicklungen im Entführungsfall erführe, erklärte der Schwager des entführten Familienvaters Johannes Hentschel, Pastor Reinhard Pötschke (Radebeul). Kurz vor Weihnachten hatten Medien über ein Video berichtet, das zumindest die Kinder der Hentschels zeigt. Das Auswärtige Amt wollte die Existenz solchen Materials weder bestätigen noch dementieren. „Wir würden uns wünschen, dass wir als Familie zuerst über mögliche Spuren informiert würden“, sagte Pötschke. Im Januar soll es deshalb ein Treffen mit Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes geben. Unbekannte hatten am 12. Juni eine Gruppe von Christen im Jemen verschleppt – darunter den Ingenieur Johannes Hentschel, seine Frau Sabine (36) sowie die Kinder Lydia (5), Anna (3) und Simon (1). Zwei deutsche Pflegehelferinnen und eine südkoreanische Lehrerin wurden am 15. Juni ermordet aufgefunden. Neben der Familie Hentschel, die aus der Oberlausitz (nahe Bautzen) stammt, wird auch ein britischer Ingenieur vermisst.