21. September 2017

Jemen: Seit einem halben Jahr kein Lebenszeichen von den Entführten

Quelle: idea.de

Jemen: Es gibt weder eine Lösegeldforderung noch ein Bekennerschreiben.

Jemen: Es gibt weder eine Lösegeldforderung noch ein Bekennerschreiben.

Saada/Berlin (idea) – Von der im Jemen entführten fünfköpfigen Familie aus Sachsen und einem britischen Ingenieur gibt es auch ein halbes Jahr nach dem Verbrechen kein Lebenszeichen.
 

Am 12. Juni hatten Unbekannte eine Gruppe von Christen im Jemen verschleppt – darunter den Ingenieur Johannes Hentschel, seine Frau Sabine (36) sowie die Kinder Lydia (5), Anna (3) und Simon (1). Zwei deutsche Pflegehelferinnen und eine südkoreanische Lehrerin wurden am 15. Juni ermordet aufgefunden. Alle waren in einem Krankenhaus in der nordjemenitischen Unruheprovinz Saada beschäftigt gewesen. Jemens Regierung in Sanaa macht die Houthi-Rebellen für die Bluttat verantwortlich, die das jedoch bestreiten. Medienberichten zufolge gibt es weder eine Lösegeldforderung noch ein Bekennerschreiben der Entführer. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, es werde weiterhin mit Hochdruck an einer Lösung des Geiseldramas gearbeitet.