22. September 2017

Für mehr Christliches in den Medien

Quelle: idea.de

Udo Hahn: Menschen mit der biblischen Botschaft erreichen. Foto: idea

Udo Hahn: Menschen mit der biblischen Botschaft erreichen. Foto: idea

Schwäbisch Gmünd (idea) – Mitarbeiter kirchlicher und evangelikaler Medienorganisationen sollen sich gemeinsam um die Verbreitung des christlichen Glaubens bemühen. Mit diesem Appell begann am 10. Dezember der 1. Christliche Medienkongress in Schwäbisch Gmünd.
 

Der Leiter des Publizistikreferates im EKD-Kirchenamt, Oberkirchenrat Udo Hahn (Hannover), erinnerte die rund 200 Teilnehmer daran, dass es „trotz unterschiedlicher Akzentsetzungen“ das gemeinsame Interesse gebe, Menschen mit der biblischen Botschaft zu erreichen. Sie sei Glaubens- und Lebenshilfe zugleich und grundlegend für gesellschaftliche Werte und Normen. Die Weitergabe der kirchlichen Botschaft an alle Menschen könne nur über die Medien gelingen. Dazu benötige man breit angelegte Kooperationen. Veranstalter des Medienkongresses, der bis zum 12. Dezember dauert sind neben der EKD und der württembergischen Landeskirche das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), die Stiftung Christliche Medien, die Stiftung Marburger Medien, der Christliche Medienverbund KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea sowie die beiden christlichen Fernsehsender ERF und Bibel.TV und das Christliche Gästezentrum Württemberg (Schönblick).

Verständlich vom Glauben reden

Der Psychiater, katholische Theologe und Bestsellerautor Manfred Lütz (Köln) rief christliche Medienschaffende auf, so über den Glauben zu reden oder zu schreiben, „dass auch Atheisten verstehen, worum es geht“. Mit der traditionellen Kirchensprache gelinge es nicht, Vorurteile über das Christentum abzubauen. Zu den populären Falschaussagen zählte Lütz die Behauptung, dass das Christentum eine Institution zur Verhinderung sexueller Freuden sei. Er ermutigte Christen, sich an Fernsehdiskussionen und Talkshows zu beteiligen, um das Evangelium verständlich zu verkündigen. Zur Kernkompetenz der Kirche gehöre, Menschen zum Beten anzuleiten. Dies sei sehr aktuell. Immer mehr trauernde und klagende Menschen suchten einen Adressaten, an den sie ihre Fragen richten könnten.