22. November 2017

Koranverse statt deutscher Hymne

Quelle: idea.de

Fußball-Nationalspieler Mesut Özil. Foto: Wikipedia/Larf

Fußball-Nationalspieler Mesut Özil. Foto: Wikipedia/Larf

Hamburg/Köln (idea) – Der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil betet vor dem Spiel lieber Koranverse, als die deutsche Hymne mitzusingen.

 

Wie der türkischstämmige Mittelfeldspieler von Werder Bremen in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Hamburg) sagte, bete er vor dem Spiel „zuerst in der Kabine, dann während der Hymne und dann noch einmal, direkt bevor das Spiel losgeht“. In einem weiteren Interview mit dem Kölner Boulevardblatt „Express“ erklärte der 20-Jährige, er sei zwar stolz, wenn er die Nationalhymne höre, bete dabei aber Koranverse. Das gebe ihm Kraft: „Wenn ich das nicht machen würde, hätte ich ein schlechtes Gefühl.“ Die Äußerungen des Nachwuchstalents haben unter Fußballfans eine Diskussion um Özil ausgelöst. Während manche sein Verhalten als respektlos empfinden, verweisen andere in Internetforen darauf, dass andere deutsche Spieler während der Hymne Kaugummi kauen, was wirklich unangemessen sei.