18. November 2017

Kirche im Sozialismus hatte für Christen kaum Bedeutung

Quelle: idea.de

Der evangelische Theologe, Kirchenhistoriker und frühere DDR-Bürgerrechtler Ehrhart Neubert: Scheitern des Konzepts stärkte Wirkung der Kirchen in der DDR. Foto: Freistaat Thüringen

Der evangelische Theologe, Kirchenhistoriker und frühere DDR-Bürgerrechtler Ehrhart Neubert: Scheitern des Konzepts stärkte Wirkung der Kirchen in der DDR. Foto: Freistaat Thüringen

Sankt Augustin (idea) – Das Konzept einer „Kirche im Sozialismus“, das seit Ende der siebziger Jahre in den evangelischen Kirchen der DDR propagiert wurde, hatte für die christliche Existenz der Kirchenmitglieder kaum Bedeutung.
 

Zu diesem Schluss kommt der evangelische Theologe, Kirchenhistoriker und frühere DDR-Bürgerrechtler Ehrhart Neubert (Erfurt) in einem Aufsatz über die Rolle der Kirchen bei der friedlichen Revolution vor 20 Jahren. Wie er in der Zeitschrift „Die politische Meinung“ (Sankt Augustin bei Bonn) schreibt, hätten die Kirchen Ende der achtziger Jahre „enorme gesellschaftliche Wirkung in der kulturellen Konfrontation mit dem Weltanschauungsstaat DDR“ entfaltet. Ein Element dieser neuen Rolle sei das Scheitern des kirchenpolitischen Konzepts der „Kirche im Sozialismus“ gewesen. (Weiterlesen)