18. November 2017

Gegner werden Christen zum Segen

Quelle: idea.de

Lutz Scheufler: Gegenwind verhindert Einrosten der Christen.

Lutz Scheufler: Gegenwind verhindert Einrosten der Christen.

Altenkirchen (idea) – Der zunehmende Gegenwind kann für bibeltreue Christen zum Segen werden. Diese Ansicht vertrat der Jugendevangelist der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Lutz Scheufler (Schwaben bei Chemnitz), beim Freundestag des Missionswerks Neues Leben Anfang Oktober in Altenkirchen (Westerwald).
 

Gegner sorgten dafür, dass Christen nicht einrosten. „Eine lähmende Beamtenmentalität hat der Christenheit noch nie gut getan“, so Scheufler. So seien die ersten Christen zunächst sesshaft geworden, doch dann habe sie die einsetzende Verfolgung gezwungen, in die Welt hinauszugehen, um das Evangelium zu verkünden. Scheufler: „Der erste Schritt in die Mission geschah nicht aus freien Stücken, sondern durch einen schmerzhaften Tritt in das Hinterteil. Brauchen wir in Deutschland auch wieder so einen Tritt?“ Zwar werde viel von Mission und Evangelisation geredet, doch die Zahl der Evangelisationswochen sinke. Während man auf Synoden über Mission und Evangelisation rede, würden kirchliche Evangelistenstellen gekürzt.

Wie Einer die Gesellschaft verändert

Nach Ansicht der Evangelistin Doris Schulte (Altenkirchen) reicht mitunter ein Einzelner aus, um eine Gesellschaft zu verändern. Als ein Beispiel nannte sie den König von Juda, Josia (ca. 647–609 v. Chr.). Während seine Vorgänger gottlose Regenten gewesen seien, habe sich Josia, der als Achtjähriger König wurde, wieder Gott zugewandt. Er habe den Tempel renovieren lassen und dabei eine verloren geglaubte Abschrift des Gesetzbuches Gottes entdeckt. Bewegt von dem Wort Gottes und dem Wissen, dass das Volk auf Abwege geraten war, habe er Buße getan und seine Politik neu ausgerichtet. Auf diese Weise sei Josia als einer der besten Könige Judas in die Geschichte eingegangen, so Schulte.

Nach der Bibel handeln

Es sei freilich nötig, nicht nur Gottes Wort zu lesen, sondern auch danach zu handeln. Schulte berichtete von dem 30 Jahre alten US-Pastor David Platt, der eine wachsende Gemeinde mit über 4.300 Mitgliedern in Birmingham (Bundesstaat Alabama) leitet. Nachdem er über die biblische Geschichte vom reichen Jüngling gepredigt habe, hätten seine Familie und weitere Gemeindemitglieder ihre Häuser verkauft und den Erlös bedürftigen Menschen gespendet.