13. Dezember 2017

Unionsfraktionschef Kauder: Hier irrt Bischof Noack

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder.

Berlin (idea) – Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat Kritik an Äußerungen des Magdeburger Altbischofs Axel Noack zur Geschichte der CDU geübt.
 

Im Zusammenhang mit seiner Suche nach einer politischen Heimat hatte Noack im Berliner „Tagesspiegel“ erklärt, für ihn kämen nur die Grünen oder die SPD in Frage. Bei der CDU störe ihn unter anderem ihre Vergangenheit: Sie sei aus einer kirchlichen Partei – der Zentrumspartei – hervorgegangen, und das sei „eigentlich etwas tief Katholisches“. Wie Kauder in einem Leserbrief an das evangelische Wochenmagazin ideaSpektrum (Wetzlar) schreibt, irre der Altbischof hier – „offensichtlich, weil ihm der Blick ideologisch etwas verstellt ist“. Die CDU sei nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet worden und auch aus der Erkenntnis entstanden, dass die christlichen Konfessionen in einer Partei zusammenarbeiten müssten. Ein Ziel sei dabei gewesen, die stark konfessionelle Bindung des Zentrums zu überwinden. Kauder: „Ich rate Axel Noack deshalb, seine Entscheidung für eine Partei nicht mit einer Falschaussage zur CDU zu begründen.“