11. Dezember 2017

Schorndorf: Christlicher Gemeinschafts-Gewerbepark eingeweiht

Quelle: idea.de

Der frühere Miteigentümer und evangelikale Christ, Karl Schock.

Der frühere Miteigentümer und evangelikale Christ, Karl Schock.

Schorndorf (idea) – Mit kommunalem Lob und kirchlichem Segen wurde der christliche Gemeinschafts-Gewerbepark „SchockAreal“ am 19. September in Schorndorf (bei Stuttgart) eingeweiht.

Das Gelände mit einer Gesamtnutzfläche von 16.000 Quadratmetern, das bis Mitte 2007 zu den Produktionsstätten des Küchenzulieferers Schock GmbH gehörte, wurde von einem früheren Miteigentümer, dem evangelikalen Christ Karl Schock, erworben, um Büros, Läden und Produktionsstätten anzusiedeln. Inzwischen haben sich hier 40 Betriebe mit 85 neuen Arbeitsplätzen niedergelassen. Darunter sind ein Sandstrahlbetrieb, eine Montagebaufirma und eine Creativ-Werkstatt sowie mehrere gemeinnützige Einrichtungen wie ein Second-Hand-Laden für gebrauchte Kleidung und ein Möbelverkauf des Sozialwerks Erlacher Höhe. Laut Schock wird den Mietpartnern auch eine Wertegemeinschaft angeboten, bei der sich die Mieter gegenseitig unterstützen und dadurch zum gemeinsamen Wohl beitragen. Außerdem gibt es eine gemeinsame Cafeteria, Schulungs- und Tagungsräume und einen „Raum der Stille“. Existenzgründer bekommen Förderung und Schulung. „Wir wollen zeigen, dass ethische Kriterien und erfolgreiches Wirtschaften keine Gegensätze sind“, sagte Schock bei der Feier. Die Idee habe er von der katholischen Fokolar-Bewegung übernommen, die sich für eine „Wirtschaft in Gemeinschaft“ einsetzt.

OB lobt erfolgreiche Geschäftsidee mit Vorbildcharakter

Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) nannte das Schockareal eine erfolgreiche Geschäftsidee mit Vorbildcharakter. Wirtschaftsethik werde in Zukunft immer wichtiger. „Der Markt braucht Menschen, die sich an christlich-ethischen Werten orientieren“, so der Politiker. Zusammen mit dem katholischen Diakon Walter Tötsch segnete der evangelische Pfarrer Steffen Kaupp das Anwesen. Die Zeremonie erinnere daran, dass ein gutes Zusammenleben nicht selbstverständlich gelinge, sagte Kaupp. Man brauche Gottes Beistand, um eine menschenfreundliche Atmosphäre aufrecht halten zu können.

Doppelmoral demotiviert

Im Festvortrag warb der evangelikale Finanzexperte und Gründer der Plansecur-Unternehmensgruppe, Klaus Dieter Trayser (Kassel) für einen menschengerechten Führungsstil in Unternehmen. Dieser sei Voraussetzung für ein erfolgreiches Wirtschaften. In vielen Unternehmen seien Mitarbeiter unmotiviert, weil von ihnen eine doppelte Moral erwartet werde. Einerseits sollten sie Kunden und Lieferanten Versprechungen machen, die sie nicht einhalten könnten, und andererseits sollten sie innerbetrieblich äußerst korrekt sein, etwa bei Spesenabrechnungen. Dies bewirke auch einen Vertrauenslust mit der Folge, dass ineffektiv gearbeitet werde. 70 Prozent aller Fehler in einem Betrieb seien auf schlechte Motivation und unzureichende Kommunikation zurückzuführen. „Ein guter Unternehmer weiß auch, was er zu unterlassen hat“, meinte Trayser. (www.schockareal.de)