13. Dezember 2017

Prof. Gitt: Evolution und Schöpfung sind unvereinbar

Quelle: idea.de

Der frühere Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt. Foto: Thomas Schneider

Der frühere Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt. Foto: Thomas Schneider

Siegen (idea) – Evolution und Schöpfung sind unvereinbar. Diese Ansicht vertrat der frühere Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt, bei einer Feier zum 115-jährigen Bestehen des Bibelbunds.

Wer versuche, beides miteinander zu vermischen, sei auf einem Irrweg, sagte der Informatiker am 19. September vor rund 800 Besuchern in Siegen. Die „theistische Evolution“ behaupte, Gott habe die Evolution als Arbeitsmethode benutzt. In diesem Ideensystem würden die Annahmen der Evolutionstheorie über die Aussagen der Bibel gestellt. Während die Evolutionstheorie davon ausgehe, dass bei der Entstehung der Erde bereits Materie vorhanden war, berichte die Bibel davon, dass Gott die Welt erschaffen habe, ohne vorhandenes Ausgangsmaterial zu verwenden. Um die Herkunft des Lebens zu erklären, lassen sich laut Gitt auch nicht Naturgesetze heranziehen. Sie seien erst am Ende der Schöpfungswoche voll in Kraft getreten. Der Wissenschaftler hält den Evolutionsgedanken insbesondere deshalb für abwegig, weil es in der Materie keinen Prozess gibt, bei dem Information von selbst entstehen kann. Schließlich gebe es in der Evolution weder einen genauen Plan noch ein Ziel für solche Entstehungsprozesse: „Wie kann ein Herz entstehen, wenn es dafür keine Zielstrategie gibt? Zwecke verlangen einen Zielgeber.“ Der Versuch, die Entstehung der Welt ohne das Wirken eines Schöpfers erklären zu wollen, sei auch eine Folge des Sündenfalls. Gitt dankte dem Bibelbunds, dass er sich in Publikationen und Veranstaltungen für die Irrtumslosigkeit der Bibel ausspreche und somit auch für den biblischen Schöpfungsbericht.

 
Hilfe für Evangelikale in Polen

Wie der Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch (Horn-Bad Meinberg bei Detmold), gegenüber idea sagte, sollen einzelne Publikationen demnächst ins Polnische übersetzt werden. Damit wolle man den evangelikalen Christen in dem Nachbarland bei der Auseinandersetzung mit dem erstarkenden Atheismus helfen. Mittelfristiges Ziel könnte auch die Gründung eines Bibelbunds in Polen sein, so Kotsch. Zudem wolle sich die Organisation in Diskussionsveranstaltungen stärker mit der öffentlichen Kritik an Evangelikalen auseinandersetzen. „Wir nehmen eine Verschärfung der Diskussion war“, sagte Kotsch. Deshalb wolle der Bibelbund Christen im Glauben stärken und argumentativ festigen. Ferner plant die Vereinigung vom 2. bis 5. Juni 2011 gemeinsam mit den Bibelbünden in Ungarn und der Schweiz erstmals eine internationale Konferenz in Zürich. Der Bibelbund in Deutschland hat etwa 3.000 Mitglieder und Freunde.