11. Dezember 2017

Neurochirurg Carson: Gebet ist für mich lebensnotwendig

Quelle: idea.de

Der 58-Jährige Neurochirurg, Prof. Ben Carson, leitete 2004 die Trennung siamesischer Zwillinge aus Deutschland.

Der 58-Jährige Neurochirurg, Prof. Ben Carson, leitete 2004 die Trennung siamesischer Zwillinge aus Deutschland.

Lüneburg/Lemgo (idea) – „Beten ist lebensnotwendig für mich.“ Das hat einer der renommiertesten Neurochirurgen, Prof. Ben Carson (Baltimore/US-Bundesstaat Maryland), bekannt. Der 58-Jährige ist durch zahlreiche schwierige Operationen bekannt geworden, unter anderem durch Trennungen siamesischer Zwillinge.
 
Er beginne und beende jeden Tag mit einem Gebet und bete auch tagsüber viel, sagte Carson in einem Interview, das die Zeitschrift „AdventEcho“ (Lüneburg) veröffentlicht hat. Sie wird von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten herausgegeben. Carson: „Bevor ich operiere, bevor ich ein Interview gebe, bitte ich Gott, mir Weisheit zu schenken und mich zu führen.“ Über Gott sagt der Adventist: „Das Geniale ist, dass er so nett, fair, verständnisvoll und geduldig ist. Das ist es, was mir Kraft gibt.“

 

Lea spricht, singt und lacht
Carson hatte vor fünf Jahren zusammen mit einem Ärzteteam die damals 13 Monate alten siamesischen Zwillinge Lea und Tabea aus Lemgo (Ostwestfalen-Lippe) getrennt. Sie waren an den Köpfen zusammengewachsen. Tabea starb nach der Operation. Lea erlitt bei dem Eingriff neurologische Schäden und erblindete. „Sie kann inzwischen sprechen, singen und sie lacht“, berichtete die Mutter der Sechsjährigen, Nelly Block, dem Westfalen-Blatt (Bielefeld). Lea sei aber nicht so entwickelt wie andere Kinder in ihrem Alter. Die Familie Block hat eine Internetseite eingerichtet, auf der sie die Entwicklung Leas mit Fotos dokumentiert. Die Familie, die inzwischen vier Kinder hat, gehört zu einer mennonitischen Brüdergemeinde in Lemgo.