11. Dezember 2017

Mecklenburg: Mehr DDR-Aufarbeitung an Schulen

Quelle: idea.de

Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler: Jungen Menschen das Wesen einer Diktatur nahebringen. Foto: REGIERUNGonline/Plambeck

Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler: Jungen Menschen das Wesen einer Diktatur nahebringen. Foto: REGIERUNGonline/Plambeck

Schwerin (idea) – Schüler und Auszubildende in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig im Unterricht mehr über die DDR-Diktatur erfahren. Dazu haben die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen und das Schweriner Bildungsministerium am 2. September eine Vereinbarung unterzeichnet.
 

„Wir verbinden damit die Hoffnung, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihres Staatssicherheitsdienstes einen festen Platz im Unterricht, in der außerschulischen Arbeit und in der Lehrerfortbildung bekomme“, erklärte die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler (Berlin). Das Thema Staatssicherheit sei besonders geeignet, jungen Menschen das Wesen einer Diktatur anschaulich und begreifbar zu machen. In der Vereinbarung ist festgehalten, dass die Außenstellen der Birthler-Behörde in Schwerin, Neubrandenburg und Rostock bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte im Schulunterricht, bei Schülerprojekten sowie bei der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte behilflich sind, indem sie etwa Materialien und Ausstellungen bereitstellen. Die Schulen werden zu verstärkten Begegnungen mit Zeitzeugen sowie zu Besuchen von Gedenkstätten aufgefordert. Ähnliche Vereinbarungen gibt es bereits mit den Bildungsministerien in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.