16. Dezember 2017

Gegen viel Widerstand wurde vor 30 Jahren ideaSpektrum gestartet

Quelle: ideaSpektrum Nr. 36/2009 – Editorial
Autor: Helmut Matthies (Wetzar), idea-Leiter

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Gegen viel Widerstand wurde vor 30 Jahren ideaSpektrum gestartet

 
Liebe Leserin, lieber Leser,

gegen Widerstand in Kirchen und viel Skepsis im evangelikalen Bereich wurde vor 30 Jahren ideaSpektrum gestartet. Es war eine mutige Entscheidung des idea-Vorstandes unter Vorsitz von Horst Marquardt, zu ermöglichen, ein neues Magazin auf den Markt zu bringen: Woche für Woche, ohne Subventionen und nur mit zwei Redakteuren. In den ersten Jahren musste das 16-seitige Blatt ohne Fotos, Anzeigen und Leserbriefe auskommen. Der Grund für die Selbstbeschränkung: ideaSpektrum sollte nicht zu einer Konkurrenz etablierter Publikationen werden. So wollten es einzelne Entscheidungsträger evangelikaler Medien. Dass gegen alle Opposition ideaSpektrum trotzdem zum auflagenstärksten überregionalen evangelischen Wochenmagazin mit nachgewiesen rund 100.000 Lesern geworden ist, lässt sich nur als eine Segensgeschichte begreifen.

Warum eigentlich idea?

Die Evangelische Nachrichtenagentur idea wurde 1970 gegründet und durch ideaSpektrum 1979 erheblich ausgeweitet. Was war der Anlass? In den 70er und 80er Jahren wurde in vielen kirchlichen Publikationen kaum berichtet über Evangelisation, Mission, biblisch gebundene Seelsorge und Diakonie. In dieser Situation Zeichen zu setzen und biblisch orientiert zu berichten, sah (und sieht) idea als seinen Auftrag – angelehnt an die theologische Basis der Evangelischen Allianz, der sich idea verbunden weiß. Der unabhängige idea-Verein wird getragen von über 50 Männern und Frauen aus Landes- und Freikirchen.

Immer angriffslustiger: der Atheismus

Heute sind die Herausforderungen weithin anders. Wir leben in einer Zeit, in der der Atheismus immer angriffslustiger auftritt – gefördert von einer postkommunistischen Partei, die vielfach mit kirchenfeindlichen Positionen Stimmen gewinnt. Zur DDR-Zeit diskriminierte sie als SED Christen und sperrte sie in den 50er Jahren nicht selten auch ein.

Herausforderung der Cafeteria-Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung ist heute freilich von einer Cafeteria-Religion bestimmt: Jeder stellt sich aus unterschiedlichen Kirchen, Theologien und Religionen ein Menü zusammen, das ihm passt: Ein bisschen Jesus, ein wenig Buddha, Birkenstock, Schöpfung und Israel. Die Unklarheit in zentralen theologischen und ethischen Fragen wächst. Die evangelikale Bewegung (vor allem die Deutsche Evangelische Allianz), die dagegenzusteuern versucht, wird seit Monaten von wichtigen Massenmedien verleumdet, ja auf eine Stufe mit islamistischen Selbstmordattentätern gestellt. Bisher haben sie weder die EKD noch die Vereinigung Evangelischer Freikirchen gegen diese beispiellose Hetzkampagne verteidigt.

Wir wollen Schneisen schlagen

In diesen Zeiten möchte ideaSpektrum mit Hilfe von überzeugten und überzeugenden christlichen Autoren am Maßstab des Wortes Gottes Schneisen schlagen. Das geschieht hoffentlich nicht oberlehrerhaft und auf jeden Fall nicht fehlerlos. Wir wissen uns immer angewiesen auf den Geist Gottes, um den alle idea-Mitarbeiter zu Beginn jedes Arbeitstages in einer Andacht bitten.
ideaSpektrum möchte Christen Woche für Woche über das informieren, was für die Leser in ihrem Glaubensleben, in ihrer Gemeinde, im Beruf, in Familie und im Alltag wichtig sein könnte. Wir sind dankbar, dass dieses Angebot von immer mehr Christen als hilfreich angesehen wird. Denn unsere Auflage steigt. Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Gebet, konstruktiver Kritik und vielleicht auch Werbung (siehe Seite 19) unterstützen. Denn die Nachrichtenagentur idea lebt zu 75% von Abonnements & Anzeigen und zu 25% von Spenden.

Wir sind stolz auf unsere Leser!

Überhaupt sind wir stolz auf Sie, liebe Leserinnen und Leser! Wenn wir Telefonnummern oder Anschriften angeben – damit man sich beispielsweise für die Freilassung von gefangenen Christen einsetzt – engagieren sich Hunderte. Dadurch sind auch immer wieder Christen freigekommen. Wenn wir – bewusst nur selten – einmal eine Kontonummer genannt haben für Christen in besonderer Not, dann war auf SIE immer Verlass. Es wurde stets geholfen. Mit einer solchen Leserschaft gehen wir gerne in die Zukunft!