23. September 2017

Wenn Atheisten und Christen durch Deutschland reisen (1.-9. Tag)

Fototermin mit BibelTV

Fototermin mit BibelTV

Ein Missionswerk begleitet den Bus der Atheistenkampagne (www.buskampagne.de)

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idea-Mitarbeiter Thomas Schneider begleitet den Bus von „Campus für Christus“

1. Tag – Berlin, Samstag, 30. Mai

17.00 Uhr. Der „Christenbus“ steht 200 Meter gegenüber dem Brandenburger Tor. Wir warten auf den „Atheistenbus“, der von hier aus um 17 Uhr seine Deutschlandtour starten will. Wir sorgen sogar für ihn für einen Parkplatz (und teilen das den Atheisten auch mit), was in dieser exponierten Lage sehr schwierig war. Doch kurz vor dem Brandenburger Tor biegt der Atheistenbus ab und fährt ohne Halt – im Gegensatz zur Ankündigung im Internet – weiter. Wie aus dem Bus zu hören ist, wolle man nicht gemeinsam mit dem Christenbus auf ein Foto. Schade! Wir wollten die Atheisten freundlich begrüßen. Wir nutzen die neue Situation. Wir – das sind die Mitarbeiter im Christenbus und ein paar Christen von der Initiative „Gemeinsam für Berlin“. Jeder bekommt zum Verteilen einen Stapel Handzettel mit der Aufschrift „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) nur einen Gott – probieren Sie es aus!“ Wir halten Gebetsgemeinschaft. Mitten im großen Berlin: Wenige Christen, die viel erwarten. Einige überreichen Gideonbibeln.

Impressionen zum 1. Tag

Pressestimmen:
Evangelische Nachrichtenagentur idea
POLOTICALLYINCORRECT
Deutsche Evangelische Allianz

2. Tag – Rostock und Schwerin, 31. Mai

11.00 Uhr. Der Atheistenbus fährt nach Rostock. Wir fahren unabhängig von ihm auch in die Ostseestadt. Unmittelbar neben unserem Standplatz steht ein großes Riesenrad, ringsum viele Volksfestbuden. Die ersten Pfingstausflügler sind auf den Beinen und beäugen von ferne unsere Busaufschrift. Etwa 500 Meter entfernt auf der gegenüberliegenden Seite steht der Atheistenbus. Er bietet wieder eine kostenlose Rundfahrt an. Doch niemand fährt mit. So bleiben die Organisatoren unter sich.

15.00 Uhr. Im Schritttempo fahren wir die schmale Strandpromenade in Kühlungsborn entlang. So wird unser Werbeslogan buchstäblich jedem vor Augen geführt. „Ach, den (Gott) gibt’s auch noch?“, meint ein Mann auf der Terrasse eines Cafes. Ein etwa 7-jähriges Mädchen zeigt ganz aufgeregt auf den Bus und sagt laut, dass es alle hören können: „Siehste Mutti, Gott gibt’s doch!“ Auf dem Weg zum Strand verteilen wir Gottkennen.de-Karten. Drei ältere Frauen kommen gerade vom Pfingstgottesdienst und freuen sich, Christen zu treffen. Wo der Atheistenbus abgeblieben ist, wissen wir nicht.

17.00 Uhr. Schwerin. Ein älterer Herr wartet schon lange auf die angekündigten Atheisten. Doch die sind noch nicht da. Nun freut er sich, wenigstens auf uns zu treffen. Elektrotechnik habe er studiert und viele Jahre Jugendstunden in der Kirche gehalten. Er sagt: „Nur mit dem Leben nach dem Tod habe ich meine Schwierigkeiten. Mein Intellekt lässt es nicht zu, daran glauben zu können, dass meine Seele nach dem Tod noch existiert.“ Er ist Mitglied im Humanistischen Verband und will daran mitarbeiten, alle Weltanschauungen zusammenzuführen. Die Buskampagne der Atheisten unterstützt er nicht. Die sei dann „doch zu dumm“.

Impressionen zum 2. Tag

Pressestimmen:
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

3. Tag – Hamburg, 1. Juni

12.00 Uhr. Der Atheistenbus hat im Internet angekündigt, um 12 Uhr an der alten Fischauktionshalle zu sein. Wir sind pünktlich da. Vierzig Minuten später steht der „Atheistenbus“ hinter uns. Der Sprecher von „Campus für Christus“ wird von einem der Atheistenführer beschimpft: „Ihr habt doch alles umgebracht, was nicht in eure Linie gepasst hat. Ihr reiht euch ein in die Truppen der Massenmörder. Das Alte Testament der Bibel strotzt nur so von Brutalität und Grausamkeit.“ Ein knallgelbes Flugblatt wird von den Atheisten verteilt. Die Überschrift: „Glauben Sie an Märchen? Dann lesen Sie doch mal die Bibel!“ Mehrere Einzelgespräche laufen. Ein junger Mann sagt: „Ein Gott, der so viel Leid in der Welt zulässt, muss ein ziemlich großes Arschloch sein.“ Ich höre ihm lange zu und sage nur wenig. Dann sagt er staunend: „So lange hat mir noch nie einer zugehört.“ Wir verabschieden uns mit Handschlag.

14.30 Uhr. Stadtpark Hamburg. Vor etwa einer Stunde sind hier 80 Christen im nahe gelegenen See von Pastoren der Elim-Gemeinde getauft worden. Spontan entscheiden sich sechs von den etwa 2.000 Gottesdienstbesuchern, in unseren Bus einzusteigen. Im Stadtzentrum wollen wir Bibeln und Karten verteilen. Auch Ibrahim Coban, ein kurdischer Christ, ist dabei. Noch nie hat er bei einer solchen Aktion mitgemacht. Mit einem Packen Gideonbibeln verlässt er den Bus. Wenige Minuten später holt er Nachschub. Seine Augen leuchten: „Heute durfte ich einmal etwas für Gott tun.“
Wir fahren nach Bremen – die nächste Station des Atheistenbusses.

Impressionen zum 3. Tag

4. Tag – Bremen und Osnabrück, 2. Juni

11.00 Uhr. Wir fahren, wie von den Atheisten längst geplant, „zwischen Breitenweg und ZOB vor den Hauptbahnhof“. Unser Bus hält. Ich steige aus und spreche einen vorbeieilenden Mittvierziger an. Der sucht vergeblich den Atheistenbus. Wir kommen ins Gespräch. Dazu gesellt sich eine Journalistin vom Bremer Stadtanzeiger. Sie hört zu und schreibt fleißig mit, was sich Atheisten und Christen zu sagen haben. Der große und stattliche Mann sagt: „Ich war Christ und sogar zehn Jahre Missionar. Jetzt stehe ich auf der anderen Seite.“ Im Gespräch stellt sich heraus, dass er zu einer Versammlung der „exklusiven Brüder“ – einer (wie er sagt) „besonders fundamentalistischen christlichen Gruppe“ – gehörte. Nun ist er Agnostiker. Er habe herausgefunden, dass „Glaube eine psychische Erkrankung“ sei. Die Botschaft von Jesus Christus hört er sich dennoch an. Mit großer Verspätung fährt plötzlich der Atheistenbus an uns vorüber. Er hat an dem von ihm selbst angekündigten Haltepunkt nicht mal „stopp“ gemacht. Nun eilt unser Agnostiker davon. Er hat einen Arzttermin.

13.00 Uhr: Stadtmitte. Wieder werden Bibeln und Karten von „Campus für Christus“ verteilt. Vor dem Alten Rathaus zeigt ein freundlicher Ukrainer seine Zaubertricks mit Karten und Münzen. Als wir ihm eine kleine Bibel schenken wollen, sagt er: „Ich habe eine große Bibel zu Haus auf dem Tisch liegen.“ Auf die Frage, ob er auch darin lese, meint er: „Ja, selbstverständlich. Die richtigen Kunststücke im Leben macht doch Gott!“

14.00 Uhr: Der Christenbus fährt weiter nach Osnabrück. Diese Stadt steht nicht auf dem Tourenplan der Atheisten. Aber es warten dort junge Christen von Campus und der Studentenmission in Deutschland (SMD) auf uns. Wir wollen gemeinsam im Zentrum der Stadt Gott bekannt machen. Was wir finden, sind offene und freundliche Menschen. Sie nehmen gern die Miniausgabe der Heiligen Schrift, ein Kärtchen oder lassen sich etwas vom Schöpfer der Welt erzählen. Eine Pfarrerin, die auf ihren Bus wartet, sagt: „Na das ist doch mal etwas Sinnvolles. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Gottes Segen!“ Der Zeitungsverkäufer an der Ecke nimmt willig eine Bibel. Dann kommt mir ein Türke entgegen. Er liest schon in der kleinen braunen Bibel, die er wohl gerade von einem unserer Busleute geschenkt bekam. Nach einem Fototermin geht es weiter nach Münster, wo die Buskampagne ihren nächsten Treffpunkt hat.

Impressionen zum 4. Tag

Pressestimmen:
kath.net Katholische Nachrichten
3sat Fernsehen Kulturzeit

5. Tag – Münster 3.Juni 2009

11.00 Uhr. Die Atheisten sind diesmal pünktlich. Nur wenige Minuten nach uns trifft ihr Doppeldecker am Aegidiimarkt ein. Frau Heiland aus der evangelischen Paulusgemeinde begrüßt uns und freut sich über unsere Initiative, den Glauben an Gott öffentlich zu bekennen. „Viele in Münster beten für euch“ sagt sie. Auch ein Ehepaar aus der Christusgemeinde besucht den Christenbus. Die Busaktion erreicht in der westfälischen Universitätsstadt ein überdurchschnittlich hohes Medieninteresse. Überall Mikrofone und Kameras: Münstersche Zeitung, WDR Hörfunk, WDR Fernsehen, SAT 1 NRW… Heute Abend, 19.30 Uhr, strahlt der WDR auf Lokalzeit Münsterland die Sendung aus: „Am Mittwoch in Münster: Aktion ‚Es gibt keinen Gott’. Und wenn doch?“ Sechs Männer von der Katholischen Pfadfinderschaft Europa schütteln mir die Hand und freuen sich: „Toll, dass ihr für Gott Flagge zeigt!“

12.00 Uhr. Der Atheistenbus startet mit seiner Stadtrundfahrt. Einige Christen fahren mit. Der für diesen Tag eingesetzte Reiseleiter ist ein sympathischer Mann, kein typischer Christengegner. Die Einsatzleiterin unseres Busses führt mit einer Studentin im Atheistenbus ein Gespräch über Weltanschauung und Glauben. Lebenserfahrungen werden ausgetauscht. Die Studentin schreibt für die Uni-Zeitung einen Bericht. Dem atheistischen Leiter kommt während seiner Reiseführung auch ein unbedachtes „Mein Gott“ über die Lippen. Gott hat es ganz sicher gehört …

13.00 Uhr. Treffpunkt Hindenburgplatz. Ein Pressetermin jagt den anderen. Unsere Busse stehen auf Anstandsabstand etwa 100 m getrennt voneinander. Ein Professor vom Physikalischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster fährt mit seinem Fahrrad geradewegs auf unseren Bus zu und ruft freudestrahlend: „Prima, dass ihr die Atheisten begleitet. Das ist eine riesige Chance!“ Ein Unternehmensberater, der am Atheistenbus den Medien Rede und Antwort steht, fährt mit uns abschließend zum Bischofssitz und zum St.-Paulus-Dom Münster. Ein Müllwerker von der Stadt ruft: „Ich habe von euch gerade auf WDR2 gehört. Wo bleibt denn der Bus von den Leuten, für die es keinen Gott gibt?“ Morgen fahren wir nach Dortmund. Was wird der 6. Tag der Tour bringen?

Impressionen zum 5. Tag

Pressestimmen:
Emsdettener Volkszeitung
Stadtmagazin „Echo“ in Münster
WESTLINE AKTUELL
SAT.1 Nordrhein-Westfalen

6. Tag – Dortmund 4.Juni 2009

Die Bibeln werden immer geklaut
10.00 Uhr. Die junge Frau an der Hotelrezeption merkt, dass wir Christen sind. Sie sagt, dass auch sie einmal konfirmiert worden sei. Nun aber habe sie keine Bibel mehr. Neben mir steht Busmitarbeiter Uwe Marquard von den Gideons, der ihr aus dieser Misere heraushelfen kann. Sie freut sich sehr über das kleine Büchlein. Da sprudelt aus ihr heraus: „Wir hatten einmal auf jedem Hotelzimmer eine Bibel, aber die werden immer wieder geklaut.“ Das freut Marquard. Denn genau das ist der Zweck der Bibelverteilung: Jeder soll die Bibel lesen. Die Chefin des Hotels meint, dass die „Bibel ohnehin der Bestseller der ganzen Welt“ sei. Nun werden die Gideons dafür sorgen, dass in jedem Hotelzimmer neben dem Fernseher auch Gottes Wort wieder liegt.

„Atheistenbus“ fällt heute aus
11.00 Uhr. Heute hat der Christenbus einen genehmigten Standplatz zwischen zwei Kirchen im Herzen Dortmunds, mitten in der Fußgängerzone. Schnell steht ein Tisch mit Bibeln, Jesus-Filmen usw. Auf der Internetseite der atheistischen Buskampagne findet sich die Mitteilung: „Ärgerlich: wg. Öldruck muss Dortmund ausfallen, wir fahren direkt nach Hagen. Bieten dort eine zweite Rundfahrt an.“ So wird es ein Tag ohne unser „Gegenüber“.
Wir konzentrieren uns stattdessen auf die vielen Menschen auf dem Areal zwischen zwei Stadtkirchen. Ein freikirchlicher Pastor meldet sich bei uns. Rolf Krüger vom Bundes-Verlag will etwas für`s Internet schreiben. Holger Zarnetta von der Dortmunder Heilsarmee unterstützt unsere evangelistische Aktion. Ein Kunde am gegenüberliegenden Kuchenstand bekommt eine Bibel. Sein Kommentar: „Danke, die lese ich auf der Arbeit, da hab` ich wenigstens mal etwas Sinnvolles zu tun!“ Zwei ältere Frauen aus Dortmund fragen, ob wir für einen Kalender in russischer Sprache Verwendung hätten. Kaum hatten sie ihre Frage ausgesprochen, da steht auch schon eine etwa 70jährige Ukrainerin am Bus und freut sich über den Kalender mit Bibelsprüchen wie ein kleines Kind. Sie hat keine Verwandten mehr, Sohn und Ehemann sind gestorben. Unser Gideonbruder gibt ihr die „Telefonnummer Gottes“ mit auf den Weg: Psalm 50,15 „…rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.“ Auffällig ist, dass die meisten bekennenden Christen an unserem Informationsstand Ausländer sind. Muslime wollen uns in ihre Moschee einladen. Doch wir müssen weiter.

Impressionen zum 6. Tag

Pressestimmen:
EKKLESIA-NACHRICHTEN
CHRISTEN HEUTE
BibelTV ideaFernsehen

7. Tag – Essen und Düsseldorf 5.Juni 2009

11.00 Uhr. Am Essener Hauptbahnhof erwarten uns Thomas Pilger, Pastor der Freien Christlichen Gemeinde im Julius-Dammann-Haus, und Georg Hermann, Vorsitzender der örtlichen Evangelischen Allianz. Mit ihnen steigen Christen aus verschiedenen Gemeinden in unseren Bus, um an spontanen Haltestellen Bibeln und Karten zu verteilen und Gespräche mit Passanten zu führen. Aus Versehen wäre fast ein Atheist in den Bus gestiegen. Wie er warten auch andere Leute sehnsüchtig auf den Atheistenbus. Ist er vielleicht schon in Düsseldorf?

12.30 Uhr. Umringt von Medien stehen die Atheisten auf dem Düsseldorfer Kay-und-Lore-Lorentz-Platz. Fast wie bei einem Staatsbesuch sind rote Teppiche ausgerollt und viele Mikrofone aufgestellt. Nur die Bierzeltgarnituren passen nicht so recht ins Bild. Mehrere heiße Diskussionen sind im Gange. Zwei Leute aus einer messianischen Gemeinde verteilen Flyer unter Atheisten. „Das stinkt mir“, meint einer der Atheisten und tritt das erhaltene Christenblatt mit Füßen. Ein eigens für die Buskampagne engagierter Kabarettist sorgt für Stimmung: „Ich kann es natürlich auch nicht beweisen, dass es keinen Gott gibt. Wenn es denn tatsächlich so etwas gäbe wie das ewige Leben, würde ich Gott vorher gern noch ein paar Fragen stellen. Zum Beispiel, warum er sich denn ausgerechnet bei seinem Personal immer so konsequent die Heuchler aussucht.“ Besonders die katholische Kirche und deren Bischof Walter Mixa nimmt der „Agnostiker“ aufs Korn. Dann laden die Atheisten ein zur Stadtrundfahrt.

16.00 Uhr. Der Christenbus hat Düsseldorf erreicht und kann geradewegs durch die Fußgängerzone bis vor das Eingangsportal der großen St. Andreaskirche gelotst werden. Am Düsseldorfer Dominikanerkloster begrüßt uns ein riesengroßes Plakat: „Keine Sorge, es gibt Gott! Also: Schönen Tag“. Als ob alles geplant war. Der Dominikaner Pater Manuel Merten lässt uns auf dem engen Platz direkt neben dem Werbezelt für die Missionale 2009 parken. Den Düsseldorfer Katholiken scheint Mission mehr am Herzen zu liegen als manchen Protestanten. Mit der Missionale verbinden sie, so Pater Manuel den Wunsch, den Menschen zu sagen, warum Christen glücklich sind und was das mit dem Glauben zu tun hat. Nun stehen wir mit dem Bus und unserem Infotisch auf einem (wie uns Leute erzählen) Drogenumschlagplatz zwischen Obdachlosen, Atheisten und Katholiken. Ein junger Mann kommt soeben von einer atheistischen Stadtrundfahrt und meint: „Die haben meine Erwartungen nicht erfüllt. Keine thematische Ordnung. Ich bin enttäuscht!“ Ein Obdachloser geht zum Atheistenbus und bekennt: „Natürlich gibt es Gott! Auch wenn du ihn nicht sehen kannst. Liebe kannst du doch auch nicht sehen, aber es gibt sie!“ Viele interessieren sich für unser Literaturangebot, einige nutzen die Möglichkeit zum Gespräch oder lassen für sich beten. Ein Tag voller Wunder Gottes!
 

Impressionen zum 7. Tag

Pressestimmen:
jesus.de
jesus.de
WDR LOKALZEIT
DEUTSCHE WELLE

8.Tag Köln – 6.Juni 2009

10.00 Uhr: Wir fahren in die Bayernstraße der Kölner Innenstadt. Der Atheistenbus steht an der Bushaltestelle vor dem Büro der Organisation „Deutscher Freidenkerverband e.V. Köln“. Hans-Peter Keul ist der Vorsitzende des Vereins. Das integrierte Freidenkerzentrum mit Vortragsangeboten sei das einzige in Deutschland, so Keul. Doch es scheint, als würden den Freidenkern die Themen ausgehen. Denn der letzte Termineintrag auf ihrer Internetseite ist der 13.12.2008: „Jahresabschlussfeier mit Musik und Essen und Trinken“. Unter „Aktuelles“ findet sich kein einziger Hinweis auf die deutschlandweite atheistische Buskampagne. Auf dem Vorplatz des Freidenkerzentrums herrscht eine freundliche Atmosphäre. Wir suchen das Gespräch mit Atheisten und Agnostikern. Interessant ist, dass fast jeder in seinem Leben „religiöse Erfahrungen“ gemacht hat. Dr. Bernd Vowinkel vom 1. Physikalischen Institut der Universität Köln und Förderer der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) überreicht mir „Die 10 wichtigsten Gründe, die für den Atheismus sprechen“. „Atheisten haben keine Angst vor der Hölle, weil es sie nicht gibt“, steht im 5.Gebot. Das 10. Gebot bestimmt, dass Atheisten „nicht an Einhörner, Osterhasen, Weihnachtsmänner, Feen, Engel oder Gott“ glauben. Man will die Welt „ent-missionieren“, steht auf einem Flugblatt der gbs. Diese Zielstellung unterstützt auch eine Frau aus Annaberg-Buchholz (Erzgebirge) gemeinsam mit ihrer in Köln studierenden Tochter. Ob Leute am Abend die Filmvorführung „Wer früher stirbt, ist länger tot“ besucht haben und wie die „Enttaufungen“ bei den Atheisten abgelaufen sind, wissen wir nicht.

11.00 Uhr: Die von den Atheisten geplante „Pressekonferenz im Bus (nur Presse)“ findet nicht wie geplant statt. Nur ein Volontär im Auftrag von HITRADIO RTL und FFH stellt sich vor und befragt Akteure beider Busse. In der Zwischenzeit haben sich drei Christen aus der fast eine Million Einwohner zählenden Universitätsstadt eingefunden: Dieter Wolff, der Schriftführer der örtlichen Evangelischen Allianz, ein Mitarbeiter aus der Baptistengemeinde Köln-Mülheim und eine Frau aus der freien Christengemeinde „Aufwind“. Sie wollen uns bei einer von Campus geplanten evangelistischen Aktion unterstützen. Ohne Atheisten geht unsere Fahrt zum Hauptbahnhof, dann vorbei am eingestürzten Stadtarchiv und zum Kölner Dom. Mit polizeilichem Augenzwinkern dürfen wir den Bus kurze Zeit direkt vor dem Dom parken. Die begonnene Bibel- und Kartenverteilaktion in der Einkaufsmetropole der Karnevalshochburg muss wegen starken Regens abgebrochen werden. Unser Busfahrer Tino Badstübner hat es in diesen Tagen nicht leicht. Enge Straßen und fehlende Parkflächen erfordern hohe Aufmerksamkeit und viel Geduld. Er bringt uns immer wieder sicher an das nächste Ziel. Gott sei Dank! Wir freuen uns auf Bonn und Gießen.

Impressionen zum 8. Tag

9.Tag Bonn und Gießen – 7.Juni 2009

11.00 Uhr. Nach Andacht und Gebet geht es mit unserem GOTTkennen-Bus in Richtung Bonner Hauptbahnhofes. Dor wollen Christen aus Gemeinden der Evangelischen Allianz zusteigen. Mit dem Vorsitzenden der Bonner Allianz, Dr. Peter Heyderhoff, dem Leiter vom „Centrum Lebendiges Wort Freie Christengemeinde Bonn“ Hermann Krause und zehn Christen aus unterschiedlichen Gemeinden fahren wir ins Zentrum zum Friedensplatz.

12.00 Uhr. Wir stehen mit unserem Bus in der Fußgängerzone. Etwa zehn Christen, die von der Aktion gehört haben, stoßen hinzu und helfen uns beim Verteilen von Schriften und Bibeln. Unser Info-Tisch wird wieder zum Anziehungspunkt für Passanten. Viele kommen vom Sonntagsgottesdienst und besuchen uns. In einer Heiligen Messe mit Professorenpredigt im Bonner Münster habe man, so eine freie Journalistin, die Besucher dazu ermutigt, den Christenbus aufzusuchen und Gespräche mit Atheisten zu führen: „Gehen Sie unbedingt da hin und suchen Sie den Kontakt!“

13.30 Uhr. Der Atheistenbus kommt. Beide Busse stehen wieder eng beieinander. Viele Christen finden das Gespräch mit Menschen, die nach dem Sinn des Lebens suchen. „Es gibt keinen Gott, sonst hätte er sich doch längst einmal blicken lassen.“ Sein Gegenüber dazu: „Er hat sich blicken lassen. Er ist Mensch geworden und hat sich für deine und meine Schuld ans Kreuz nageln lassen!“ Ein Mann um die Vierzig erzählt, dass es einmal ein mathematisch-wissenschaftliches Experiment gegeben habe mit dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es Gott gibt, leicht größer ist als die, dass es keinen Gott gibt.“ Eine Christin bekennt: „Diese Gespräche zeigen mir sehr deutlich, dass ich eigentlich viel zu wenig über meinen eigenen Glauben weiß.“ Auch die beiden Frauen aus Annaberg-Buchholz sind wieder da und machen polemische Stimmung. Unser Busfahrer, der (noch) kein Christ ist, geht zu seinem Kollegen von der Atheistenkampagne und fragt ihn, wo er denn glaubensseitig stehe. Darauf er: „Ich bin katholisch.“ Die Tour wird immer spannender. Es fängt an zu regnen. Wir packen zusammen und fahren nach Gießen. Dort sollen wir der Campus-Aktion „Gott in Gießen“ einen Schub geben. Den Atheistenbus lassen wir im regnerischen Bonn zurück.

16.30 Uhr. Bei strahlendem Sonnenschein fährt unser Bus in die Passage zum Giessener Kirchenplatz. Dort wird er von vielen engagierten Christen mit Beifall begrüßt. Ein großer Marktschirm ist aufgestellt. Darunter ein Büchertisch mit evangelistischer Literatur. Der Campus-Liedermacher Jürgen Gibbisch singt Jesus-Lieder und spielt dazu auf seiner Gitarre. Leider sind nicht sehr viele Leute unterwegs. Es ist eben Sonntag. Dann kommt ein älterer Herr mit seinem Fahrrad und beschimpft uns: „Die kleinen Kinder werden von euch indoktriniert. Kindesmissbrauch ist das! Das machen die Juden auch. Alle Werte die wir haben, die haben wir nicht von der Religion.“ Dann fährt er davon, kommt nach kurzer Zeit wieder und schreit: „Wissenschaft ist besser als Glaube. Ich kann so laut schreien wie ich will. Ihr maßt euch an, die Welt erklären zu können. Das sollen alle Leute hören. Ihr macht doch auch Propaganda hier!“ Wir bleiben gelassen und lassen ihn brüllen. Er hat sich und seine Propaganda von der Menschlichkeit selbst ins Abseits gestellt. Viele Passanten und Restaurantbesucher schütteln mit dem Kopf. Eine Frau meint: „Wenn diese Leute überhand nehmen, dann gnade uns Gott!“ Ein aufregender Tag geht zu Ende. Morgen früh fahren wir zu idea nach Wetzlar und anschließend weiter nach Frankfurt am Main.

Impressionen zum 9. Tag

Pressestimmen:
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