19. November 2017

Morde im Jemen: Parzany kritisiert Medienreaktionen

Quelle: idea.de

Ulrich Parzany

Ulrich Parzany

München (idea) – Kritik an öffentlichen Reaktionen auf die Ermordung von zwei deutschen Bibelschülerinnen im Jemen hat der Leiter der Evangelisationsreihe ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), geübt.

Auf einem Impulstag der Evangelischen Allianz München am 28. Juni warf er Teilen der Medien vor, ihre Berichterstattung habe „hasserfüllte Züge“ angenommen. Es sei unverständlich, dass man bei einem humanitären Einsatz von Christen fragen könne: „Wie konnten die nur ein solches Risiko eingehen?“ Bei Abenteuerferien werde so nicht gefragt. Urlaub gelte bei vielen Menschen als attraktiv. Hintergrund dieses Denkens sei letztlich, dass für die meisten Menschen der Tod das letzte Wort habe, hinter dem sie keinen Sinn mehr erkennen. Christen lebten hingegen „in einem Horizont der Hoffnung über den Tod hinaus“, so Parzany vor den rund 2.000 Besuchern. Wahres Christsein zeige sich nicht „am frommen Augenverdrehen, sondern am Wunsch, das Leben und die Liebe Gottes mit den Ärmsten der Armen zu teilen“. Dies hätten die ermordeten Frauen vorbildlich vorgelebt. Vorsitzender der Evangelischen Allianz München ist Pastor Siegfried Winkler von der Evangelischen Gemeinschaft, die zum Hensoltshöher Gemeinschaftsverband gehört.