11. Dezember 2017

10.000 Christen bei Kirchentag im Erzgebirge

Quelle: idea.de

Sächsischer Landesbischof Jochen Bohl: Unternehmern mehr Beachtung schenken. Foto: David Decker

Sächsischer Landesbischof Jochen Bohl: Unternehmern mehr Beachtung schenken. Foto: David Decker

Annaberg-Buchholz (idea) – Mehr als 10.000 Christen aus dem gesamten Erzgebirge haben sich vom 8. bis 10. Mai in Annaberg-Buchholz zum ersten Regionalen Kirchentag getroffen. Allein zu den Sonntagsgottesdiensten, die an verschiedenen Orten gefeiert wurden, kamen nach Angaben der Veranstalter rund 7.000 Besucher.

 
Zur Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz versammelten sich etwa 6.000 Personen. Das Motto des Kirchentags lautete „Was wir geben können“. „Damit möchten wir auch jenen Menschen, die nicht der Kirche angehören, zeigen, wer wir sind und was wir geben können“, erklärte der sächsische Landesbischof Jochen Bohl (Dresden), der während der drei Tage an mehreren Veranstaltungen teilnahm. Bei einem Forum christlicher Unternehmer sagte er, die Kirche habe in der Vergangenheit vielfach den Fehler gemacht, Unternehmer und Wirtschaftslenker nicht ausreichend in den Blick zu nehmen. Die Gesellschaft sei aber angewiesen auf Personen, die Verantwortung übernehmen.
 
Ein Lob für den Mittelstand
Ihm sei es wichtig, so Bohl, regelmäßig Betriebe und Unternehmen zu besuchen, um den Kontakt zu Unternehmern zu pflegen und Einblicke in die Wirtschaft zu bekommen. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise werde deutlich, dass Werte wie Solidarität und Verantwortung, Gerechtigkeit und Nächstenliebe unverzichtbar seien. Im Blick auf die Ursachen der Finanzkrise sagte der Bischof: „Wir haben zweifellos furchtbare Exzesse gesehen, allerdings nicht im Mittelstand unserer Heimatregion.“ Er versicherte den rund 100 Teilnehmern des Forums, dass die Kirche hinter deren Bemühen stehe, ihre Unternehmen zukunftsfähig zu machen.
 

Christliche Schulen präsentieren sich
Neben dem Unternehmerforum wurden unter anderem Bibelarbeiten, Diskussionsforen und Veranstaltungen für Kinder angeboten, zu denen sich rund 1.000 Jungen und Mädchen versammelten. Das Angebot für die Jugend umfasste neben einem Bandfestival auch Seminare zu Liebe, Partnerschaft und Verantwortung in der Gesellschaft. Christliche Schulen der Region präsentierten ihr Bildungsspektrum. Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch (CDU) zog eine positive Bilanz: „Drei Tage lang wurden hoffnungsvolle Botschaften aus unserer Stadt in die Welt gesandt; was kann Annaberg-Buchholz Besseres passieren.“

Abschlussveranstaltung Kirchentag Erzgebirge. Foto: Thomas Schneider

Abschlussveranstaltung Kirchentag Erzgebirge. Foto: Thomas Schneider