20. Oktober 2017

Hoffnung für Deutschland

In dieser Woche hat die deutsche Bundeskanzelerin Klartext gesprochen, und das auch noch in der Katholischen Akademie in Berlin. Hatte sie doch erst kürzlich Papst Benedikt XVI ob seiner Wiederaufnahme des Holocaust-Leugners Richard Williamson in die Kirche kritisiert.

Nun hat sich Angela Merkel quasi in die Höhle des Löwen begeben. Sie geht eben auch unbequeme Wege. Und gerade das macht sie sicher über die Konfessionsgrenzen hinaus beliebt.

Nun hat sie als Protestantin vor meist katholischen Zuhörern ein klares Bekenntnis zur besonderen Stellung von Familie abgegeben und dass sie sich „mit aller Kraft“ dagegenstellen will, dass diese besondere Stellung zur Disposition gestellt werde. Andere Lebensgemeinschaften seien nicht gleichbedeutend mit einer Gleichstellung. Auf diese eindeutige Aussage der Kanzlerin haben viele gewartet. Es gibt also noch Hoffnung für Deutschland, wenn von der politischen Führung das Signal ertönt, dass „die Familie die Keimzelle der Gesellschaft“ ist.

So bleibt es Aufgabe bekennender Christen, die Ehe zwischen Mann und Frau als das normale und beste für die Gesellschaft zu verteidigen.

Möge der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland seine Geschütze gegen die schöpfungsgemäße Ordnung Gottes auffahren. Es wird ihm wenig nützen. Es sei denn, die FDP würde nach der Bundestagswahl mit der CDU koalieren und ihre politische Mitwirkung von einer Gleichstellung von Lesben- und Schwulenpartnerschaften, als gleichberechtigtes Lebenskonzept zur Ehe zwischen Mann und Frau, abhängig machen.

Welche Familiepolitik in den nächsten Jahren gemacht wird, das entscheidet zuerst der Wähler und an welcher Stelle er im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen sein Kreuz setzt.

„Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist meiner nicht wert.“ Mt 10,38